Xanten: Der barrierefreie Weg um den Dom ist fertig

Xanten: Barrierefrei um den Dom herum

Lange war um den Weg gestritten worden, nun ist er fertiggestellt. Ein neuer Abwasserkanal wurde direkt mitverlegt. Dennoch blieben die Arbeiten im Zeitplan.

Jetzt ist verbunden, was verbunden gehört: Der barrierefreie Weg um den Dom herum ist fertiggestellt, der Besucher kann ab sofort stolperfrei vom Südportal nach Norden in Richtung Kriemhildmühle gehen. Bislang hatte ein Teilstück des Wegs aus Kopfsteinpflaster bestanden. Damit ist ein wesentliches Hindernis für gehbehinderte Menschen, um in den Dom zu gelangen, beseitigt. Sie können ihn über den Kreuzgang an der Rückseite erreichen. Zudem steht Rollstuhlfahrern und Nutzern von Rollatoren die Rampe neben der Dombauhütte zur Verfügung. Allerdings fehlt noch der elektrische Türöffner vom Kreuzgang in das Kirchenschiff hinein. Eine Umrüstung ist aber geplant.

Über den barrierefreien Weg war lange diskutiert und gestritten worden. Die Initiative „All inclusive“ hatte ihn gefordert, damit Menschen mit Geh-Handicap in den Dom gelangen können. Bislang mussten sie, wenn sie die Stufen hoch zum Hauptportal im Süden nicht bewältigen konnten, entweder auf einen Besuch verzichten oder den Pflastersteinweg um das Gebäude herum nehmen. Eine Rampe am Hauptportal lehnten die Denkmalschützer ab. So blieb nur noch die Anlage eines barrierefreien Wegs. Das Bistum erklärte sich bereit, ein Drittel der Kosten - maximal 50.000 Euro - beizusteuern.

  • Der Hambüchener Weg soll zu einer
    Straßen- und Kanalarbeiten : Teil des Hambüchener Wegs bis Frühjahr gesperrt

Im Mai begann die Ausschachtung für Weg und für einen neuen Abwasserkanal. Doch kurz darauf wurde die Arbeit unterbrochen, da man auf alte menschliche Knochen stieß. Sie mussten erst archäologisch dokumentiert und geborgen werden. Auch später kamen immer wieder historische Funde zu Tage. Trotzdem habe man den Zeitplan eingehalten, sagt Michael Winkels, technischer Mitarbeiter des Dienstleistungsbetriebs Xanten (DBX). „Mit dem Zeitpensum sind wir sehr zufrieden.“ Was auch, sagt sein Kollege Jahn Weyers, an der sehr guten Zusammenarbeit von Stadt/DBX, Kirche, Stiftsmuseum, Dombauhütte, Placidahaus und Marienschule gelegen habe. „Es gab keine Verzögerungen.“

Der in 2,20 Meter Tiefe verlegte alte Kanal stammte noch aus den 50er-Jahren. „Einer der ersten, die in Xanten nach dem Weltkrieg verlegt wurden“, erläutert Winkels. Es war die wirtschaftlich günstigste Lösung, jetzt die Rohre gleich mit auszutauschen. Auf 150 Metern wurde der Kanal nun erneuert. 1000 Tonnen Kies und 750 Tonnen Schotter füllten den Graben wieder auf, 300 Quadratmeter Natursteinpflaster sind verlegt.