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Xanten: CDU und Grüne wollen Anwohner-Parklätze einrichten

Verkehr in Xanten : CDU und Grüne planen Anwohner-Parkplätze in der Innenstadt

CDU und Grüne haben eine Zusammenarbeit nach der Kommunalwahl in Xanten vereinbart. Beide Parteien erklären, welche gemeinsamen Ziele sie bei Verkehr, Klimaschutz und Landwirtschaft verfolgen wollen.

CDU und Grüne wollen einen Teil der öffentlichen Parkplätze in Xantens Innenstadt in Anwohner-Parkplätze umwandeln. Dieses Ziel wollen sie nach der Kommunalwahl gemeinsam im Stadtrat umsetzen, wie sie am Freitag ankündigten. Zwar stünden in der Innenstadt dann weniger Parkplätze für Gäste zur Verfügung. Aber diese könnten die „ausreichend im Außenbereich vorhandenen Parkplätze“ nutzen, die fußläufig zur Innenstadt lägen, schreiben CDU und Grüne in einem Positionspapier. Als ein Beispiel nennen sie den Parkplatz am Bahnhof.

In der Innenstadt gebe es einen großen Bedarf an Anwohner-Parkplätzen, erklärten die Vorsitzenden Jens Lieven (CDU) und Jo Becker (Grüne) bei einem Pressegespräch. Mit Schildern sollten deshalb Parkplätze für Anwohner reserviert werden. Gleichzeitig wollten sie dadurch erreichen, dass insgesamt weniger Autos in die Innenstadt führen, wenn es nicht unbedingt notwendig sei. Von einer Verkehrsberuhigung profitierten Einwohner, Geschäftsleute und auch Gäste.

Um die „Aufenthalts- und Erholungsqualität zu erhöhen und etwas für den Klimaschutz zu tun“, wollen beide Parteien zudem öffentliche Parkplätze in Grünflächen umwandeln. Zum Beispiel soll der Parkplatz an der Ecke Bahnhofstraße/Westwall verkleinert werden, um den Kurpark zu erweitern – um einen „breiten Grünstreifen, als ökologisch wertvolles Kleinbiotop“. Insgesamt wollen CDU und Grüne zehn Prozent der öffentlichen Parkplätze in der Innenstadt in Anwohner-Parkplätze und Grünflächen umwandeln. Dass Xanten dadurch ein Parkplatz-Problem bekommen könnte, glauben sie nicht – weil es eben am Stadtrand noch kaum genutzte öffentliche Parkplätze gebe, sagen sie.

Die Vorschläge gehören zu einer Vereinbarung, die beide Parteien geschlossen haben. Dazu gehört, dass die Grünen die Wiederwahl von Bürgermeister Thomas Görtz empfehlen, dazu gehören aber auch mehrere Ziele, die sie im nächsten Stadtrat gemeinsam erreichen wollen. Den ersten Teil hatten sie vor einer Woche vorgestellt, jetzt folgten die Ziele für Verkehr, Klimaschutz und Landwirtschaft. Nach dem Willen von CDU und Grünen soll auf den Wallstraßen Tempo 30 und auf den Straßen innerhalb der Wallmauern Tempo 20 gelten. Teilweise sollen Straßen auch in verkehrsberuhigte Zonen umgewandelt werden, zum Beispiel Teile der Rheinstraße. Eine nachhaltige Landwirtschaft soll unterstützt werden. Dazu gehört, dass die Stadt neue Pachtverträge grundsätzlich nur noch mit Landwirten abschließen soll, die auf den Flächen auf Pestizide und Monokulturen verzichten.