Xanten: Bürgermeister Görtz schießt scharf gegen FDP

Xanten : KWW-Deal: Auch Xantens Bürgermeister Görtz wettert gegen das FDP-Trio

Die Kontroverse um die Rekommunalisierung des Wasserwerks (KWW) hält an. Auch Xantens Bürgermeister Thomas Görtz schießt scharf gegen die Kritiker der FDP.

Der KWW-Deal füllt weiter die politische Sommerpause. Jetzt hat sich Xantens Bürgermeister Thomas Görtz zu Wort gemeldet. Er greift das FDP-Trio Thomas Hommen (Alpen), Jürgen Kühne (Sonsbeck) und Heinz Jürgen Küppers (Xanten) scharf an. Die liberalen Dauerkritiker hatten in der vorigen Wochen die komplette Übernahme des Kommunalen Wasserwerks (KWW) durch die vier Gesellschafter-Kommunen erneut als viel zu riskant bezeichnet. Insbesondere die Bürgschaft in Höhe von 2,3 Millionen Euro zur Pensionsabsicherung der Beschäftigten bezeichnete die FDP als „unkalkulierbares Risiko“. Das endete in der Feststellung, dass für die „Zeche der Gebührenzahler“ aufkomme.

 Thoams Görtz weist die Äußerungen der FDP-Politiker entschieden zurück. Ihre Darstellung wertet er „traurigen Höhepunkt beziehungsweise Tiefpunkt einer Reihe von falschen, irreführenden Verlautbarungen“. Görtz findet: „Das Maß ist langsam voll.“ Die drei FDP-Politiker – die Rheinberger Liberalen halten sich längst raus aus der Debatte – würden den „völlig falschen Eindruck“ erwecken, so Xantens Bürgermeister, dass das KWW und damit letztlich der Wasserkunde die 2,3 Mio. Euro zur Pensionssicherung der Mitarbeiter bezahlen würden.

„Das ist schlichtweg gelogen und nach der völlig deplatzierten Verunglimpfung des neuen KWW-Geschäftsführers Georg Tigler ein weiterer unerträglicher Fauxpas dieser drei FDP Vertreter“, so Görtz weiter. Es handele sich bei der Bürgschaft, die von allen vier Räten mehrheitlich abgesegnet worden ist, um eine Garantieerklärung der Gesellschafterkommunen, „für den nur theoretischen und völlig unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz des KWW die Ansprüche auf Zusatzversorgung des Personals sicherzustellen“.

In den nächsten Jahren müsse das KWW keinen einzigen Euro zahlen. „Deshalb werden hier die Wasserkunden bewusst für ein perfides lokalpolitisches Schmierentheater verunsichert und in die Irre geführt“, geißelt Görtz die Äußerungen des liberalen Trios. „Eine fast noch größere Frechheit“ sei es, so Görtz weiter, dass „diese verlogene Selbstprofilierung von ansonsten profillosen Lokalpolitikern auf dem Rücken der verdienten Mitarbeiter ausgetragen“ werde, wenn Eindruck vermittelt werde, dass der Wasserkunde ExtraPensionen zahlen müsse.

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„Das ist völliger Unsinn“, so Görtz. Es handele sich um Anwartschaften der Mitarbeiter, die diese in den letzten Jahren und Jahrzehnten aus der bisherigen Beschäftigung bei der Niag erworben und sich „durch harte Arbeit für unsere Kunden verdient haben“, betont der Bürgermeister.

Er fordert die FDP auf, sich um die wirklichen Probleme und Herausforderungen der Menschen kümmern. Hier habe sie sich „mangels anderweitiger inhaltlicher Schwerpunkte festgebissen“. Das führe nur dazu, „Bürger und damit Kunden eines grundsoliden Wasserversorgers permanent in die Irre zu führen und zu verunsichern“.

Die heftige Reaktion des Xantener Stadtoberhauptes steht der Schärfe der Kritik seines Amtskollegen Heiko Schmidt in nichts nach. Der ansonsten eher zurückhaltende Sonsbecker Bürgermeister hatte vor einigen Wochen als Sprecher der KWW-Gesellschafterversammlung das FDP-Trio als „Giftmischer“ tituliert, nachdem es die Besetzung des Geschäftsführerpostens mit Georg Tigler als „Zweite-Wahl-Lösung“ klassifiziert hatte.

Der Leiter des Fachbereiches Bau und Planung im Sonsbecker Rathaus, löst Otfried Kinzel ab, der Ende des Jahres in Pension geht. Für Tigler hat inzwischen die Einarbeitungsphase für seine neue Aufgabe begonnen. Die Hälfte seiner Arbeitszeit leistet der 47-Jährige inzwischen für das KWW. Im Oktober verabschiedet er sich komplett aus dem Sonsbecker Rathaus und wechselt nach Rheinberg.

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