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Xanten: Bürger fordert Gurtpflicht für Karnevalswagen

Sicherheit bei Umzug in Xanten : Politik muss über Gurtpflicht für Karnevalswagen beraten

Xantens Stadtrat liegt ein ungewöhnlicher Antrag vor. Darin wird auch ein Verbot für das Werfen von Kamelle gefordert – aus Sicherheitsgründen.

Der Stadtrat in Xanten muss über Einschränkungen für den Blutwurstumzug beraten. Hintergrund ist der Antrag eines Bürgers. Damit fordert er eine „Verordnung zur Durchführung von Umzügen im Stadtgebiet Xanten (Karneval, Schützenfest, Ritterfest usw.)“. Einen Entwurf hat er vorgelegt. Darin spricht er sich dafür aus, dass „die auf einem Fahrzeug mitfahrenden Personen angeschnallt sein“ müssten. Zur Begründung schreibt er, dass Menschen stürzen könnten, wenn ein Fahrzeug plötzlich bremsen müsse.

Auch fordert er, dass „das Werfen von Gegenständen (Süßigkeiten, Blumen, Lebensmittel) aus einem fahrenden Fahrzeug“ verboten werde, weil Personen getroffen und „nicht unerheblich verletzt“ werden könnten. Stattdessen solle die Kamelle „nach Ende des Umzuges“ verteilt werden. Der Entwurf für die Verordnung des Bürgers enthält auch ein Alkoholverbot auf den Umzugswagen. Außerdem sollen sich alle Fahrer einem Alkoholtest unterziehen. Und die Beteiligten eines Zuges sollen einen „Zuggroschen“ bezahlen, um damit die Reinigungskosten zu decken.

Die Vorschläge würden den Blutwurstumzug erheblich einschränken. Ausfallen müsse er aber nicht, meint der Antragsteller auf Nachfrage. Die Verwaltung schreibt in einer Stellungnahme an den Stadtrat, dass sie keine Veranlassung für die Regeln des Antragstellers sehe. Im Vorfeld einer Großveranstaltung stimme sich die Stadt mit Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Veranstalter ab. Dieser lege ein Sicherheitskonzept vor, und die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigten, dass die bisherigen Regeln vollkommen ausreichend seien. Der Stadtrat wird im März darüber abstimmen.