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Xanten: Brücke über Baggersee im Lüttinger Feld kommt später

Kies-Abbau in Xanten : Brücke über Baggersee im Lüttinger Feld kommt später

Die Arbeiten nach dem Kies-Abbau im Lüttinger Feld in Xanten verzögern sich. Das Unternehmen Hülskens musste einen Änderungsantrag stellen, der nun von den zuständigen Behörden geprüft wird.

Der Bau der Brücke über den neuen Baggersee in Xanten-Lüttingen verzögert sich um mehrere Monate. Die Pläne für die Rekultivierung der Fläche mussten noch einmal überarbeitet werden. Das Unternehmen Hülskens hat deshalb einen Änderungsantrag beim Kreis Wesel als Unterer Umweltschutzbehörde eingereicht. „Mit einer Entscheidung ist voraussichtlich im Frühjahr 2021 zu rechnen“, teilte eine Sprecherin der Kreisverwaltung auf Anfrage unserer Redaktion mit. Zunächst sollten die Träger öffentlicher Belange dazu angehört werden, auch die Stadt Xanten, und diese wird die Politik einbeziehen. Die Verwaltung werde dem zuständigen Ausschuss und dem Stadtrat im Februar und März die Unterlagen vorlegen, kündigte der Technische Dezernent Niklas Franke an.

Hülskens hatte in den vergangenen zwei Jahren im Lüttinger Feld Kies abgebaut. Das Unternehmen ist dazu verpflichtet, die Fläche anschließend zu rekultivieren. Auf dem Gelände soll nun ein neuer Lebensraum für Insekten und Vögel entstehen, „ein Stück wilde Natur mitten in der Stadt“, wie Firma und Stadt angekündigt haben. Außerdem ist eine Brücke geplant, die über den Baggersee führen soll, damit der Mölleweg wieder durchgängig befahrbar ist. Er ist eine wichtige Verbindung zwischen Lüttingen und Xanten.

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Hülskens hatte den Bau für die Brücke im November geplant gehabt. Aus mehreren Gründen habe es Verzögerungen gegeben, sagte ein Firmensprecher. Unter anderem hätten sich die Pläne für die Brücke geändert, und nach der Auskiesung habe erst untersucht werden müssen, ob der Boden die Brücke tragen werde. Im November seien alle Unterlagen beim Kreis eingereicht worden. Die Arbeiten an der Brücke könnten aber erst beginnen, wenn die Genehmigung durch die Untere Umweltschutzbehörde vorliege. Bis zum Ende der Arbeiten müsse die gesamte Fläche eingezäunt bleiben. Das habe rechtliche Gründe, dabei gehe es um die Sicherheit und darum, wer für einen eventuellen Schaden hafte. Das Unternehmen müsse auch mit seinen Fahrzeugen weiter auf das Gelände fahren. Deshalb könne das Gelände auch nicht schon teilweise freigegeben werden.

(wer)