Xanten: Bierkasten-Curling unter der Zirkuskuppel

Bierkasten-Curling in Xanten : Das Eckige muss ins Runde

In Jonnys Eispalast in Xanten treten mehrere Mannschaften im Bierkasten-Curling gegeneinander an. Wer als letztes an der Reihe ist, ist im Vorteil.

Vermutlich schmeckt der Gerstensaft nicht mehr, wenn er einmal so richtig durchgeschüttelt worden ist. Und das wird er: Sechs volle Bierflaschen stehen in der 20er Kiste. Mit Schmackes wird sie über eine Eisfläche geschoben. Das Ziel: Die Bierkiste soll möglichst nah an einen Kreis herankommen, der im Eis eingelassenen wurde und unter der Oberfläche sichtbar ist. 15 Meter ist er entfernt und 1,20 Meter groß.

„Bierkasten-Curling“ nennt sich dieses Freizeitvergnügen, das Jonny Casselly junior auf der Echteisbahn in seinem Zirkuszelt im Hafen in Xanten anbietet: In zwei Vorrunden treten sechs Teams mit je vier Spielern gegeneinander an: Die ersten drei Mannschaften aus jeder Vorrunde kommen ins Finale. In der zweiten Vorrunde am Freitag, 25. Januar, sind noch Plätze frei, eine Anmeldung ist unter der Telefonnummer 0179 6758290 möglich.

Sechs Mannschaften hatten sich für die erste Vorrunde angemeldet. Drei von ihnen haben sich für das Finale qualifiziert: das Team „Trockeneis“ aus Xanten sowie die vier Motorradfahrer von „Gaskrank“ aus Kalkar und die gemischte Xantener Mannschaft „Cup & Cupper“. Am nächsten Freitag qualifizieren sich weitere drei Teams fürs Finale, das dann am Freitag, 1. Februar, ab 19.30 Uhr ausgetragen wird.

Lennart Kühl (28), Mitarbeiter des Freizeitzentrums Xanten (FZX), organisiert für Jonny Casselly junior das Bierkasten-Curling und ist auch Schiedsrichter. Die Eisfläche ist in zwei Bahnen unterteilt, an jeder Bahn kämpfen drei Teams mit je vier Spielern um den Sieg. Einen Punkt holt die Mannschaft, deren Kasten am nächsten am Kreis oder sogar mittendrin ist. Drei Punkte braucht man, um sich als Vorrunden-Sieger hochleben zu lassen. Und wer beim Spiel den letzten Bierkarten schiebt, ist klar im Vorteil: In der Gewissheit, dass nach ihm keiner mehr an der Reihe ist, kann er (oder sie) versuchen, mit dem Kasten andere beiseite zu schieben und das eigene Team noch nach vorne zu bringen. Wer anfängt, legt bei den beiden Vorrunden der Organisator fest. Beim Finale wird dagegen ausgelost, wer die erste Bierkiste Richtung Kreis schieben muss.

Die sechs Flaschen in den 20er Bierkästen sind natürlich aus Plastik. Jeder Spieler kann selbst entscheiden, wo er die Flaschen in der Kiste platziert. Was ist am besten? Alle möglichst in der Mitte oder je vier an den Ecken und zwei an anderer Stelle? Das muss jeder selbst entscheiden. Damit die Kästen gut rutschen, wird die Eisfläche mit Brennern glatt gemacht. Die Bahn geht davon nicht kaputt, versichert Kühl: „Der Schlittschuh macht eine richtige Riefe in die Eisfläche – der Bierkasten geht da ganz sanft drüber.“ So soll es sein.

Für die sechs Teams, die im Finale stehen, geht es nicht nur um die Bierkasten-Curling-Ehre: Dank der Sponsoren gibt es hochwertige Preise zu gewinnen: Die Volksbank Niederrhein stiftet vier Karten für das Fußballspiel Schalke gegen Freiburg. Pascal Lurvink vom Edeka-Markt an der Lüttinger Straße in Xanten hat eine Loge für den Weihnachtscircus 2019 gemietet, die er als Preis zur Verfügung stellt. Die Rheinische Post spendet zwei Tickets für das Konzert von Bon Jovi am 3. Juli in der Arena Düsseldorf und zwei Gutscheine für das Apollo Varieté (gültig bis zum 31. März 2019).

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