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Xanten bekommt Geld vom Land NRW für Ausbau des Alt-Reeser-Wegs

Ausbau des Alt-Reeser-Wegs : Xanten bekommt Geld vom Land

Die NRW-Landesregierung unterstützt mit einem neuem Förderprogramm den Ausbau von wichtigen Wirtschaftswegen. Die Stadt Xanten erhält deshalb 500.000 Euro für den Alt-Reeser-Weg. Dafür bekommt die CDU-Ministerin sogar Lob von der SPD.

Die Stadt Xanten profitiert von einem neuen Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Als eine der ersten Kommunen in NRW erhält sie 500.000 Euro für den Ausbau eines wichtigen Wirtschaftsweges, den Alt-Reeser-Weg. Die Bauarbeiten sollen noch in diesem Jahr beginnen, wie die Verwaltung auf Anfrage mitteilte. „Ausschreibung und Vergabe werden derzeit vorbereitet.“ Zuerst werde das Stück zwischen Appeldorner Straße und Lohscher Weg ausgebaut, das andere Stück sei im nächsten Jahr geplant, dafür solle auch ein neuer Förderantrag gestellt werden. Eine Erhebung von Anliegerbeiträgen sei hier in Abstimmung mit der Bezirksregierung nicht erforderlich. Die Stadt trage den anderen Teil der Baukosten.

Der Alt-Reeser-Weg gehört nach Einschätzung der Verwaltung zu den am dringendsten zu erneuernden Wirtschaftswegen im Xantener Stadtgebiet. Es handelt sich um einen sogenannten multifunktionalen ländlichen Weg: Der Alt-Reeser-Weg dient als Verbindungsweg zwischen dem Alleenradweg Xanten-Marienbaum und dem Fahrradweg auf dem Rheindeich, er wird vom ländlichen Verkehr als Wirtschaftsweg genutzt, und auch der sonstige Verkehr fährt über ihn. Dass der Wirtschaftsweg mehrere Funktionen erfüllt, war eine der Voraussetzungen gewesen, um die Förderung zu erhalten. Eine weitere Bedingung erfüllte Xanten, indem die Stadt ein ländliches Wegenetzkonzept vorlegen konnte.

Das Landwirtschaftsministerium investiert knapp elf Millionen Euro in die Entwicklung des ländlichen Raums. Davon sind 4,2 Millionen Euro für den Ausbau und die Modernisierung von Wirtschaftswegen für den land- und forstwirtschaftlichen Verkehr vorgesehen. Der Zuschuss betrage 60 Prozent, maximal 500.000 Euro, erklärte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) in einer Mitteilung.

Von der SPD gibt es dafür Lob. „Die ländliche Infrastruktur am Niederrhein ist in die Jahre gekommen“, sagte der Landtagsabgeordnete René Schneider. Die ländlichen Wege erfüllten zentrale Funktionen, etwa für die Land- und Forstwirtschaft, für Freizeit und Erholung. Doch das Wegenetz sei den Anforderungen nicht mehr gewachsen. „Die Verbesserung der ländlichen Infrastruktur ist unbedingt nötig.“ Daher begrüße er die Förderung zugunsten von Xanten. Die Unterstützung der Kommunen im ländlichen Raum sei „ein wichtiges und nötiges Signal“.