Xanten: Bayrischer Wirbelwind begeistert auf der Comedy-Wiesn

Oktoberfest in Xanten : Bayerischer Wirbelwind auf der Wiesn

Die erste Enni-Comedy-Wiesn war ein voller Erfolg. Rund 100 Gäste lachten und speisten in der Almhütte. Vor allem Moderatorin Constanze Lindner überzeugte mit Herz und Gesang.

Der Manager der Enni-Comedy-Veranstaltungen, Volker von Liliencron, hatte nicht zu viel versprochen, als er Constanze Lindner, die Moderatorin der ersten Enni-Comedy-Wiesn, am Donnerstagabend als großen Bühnenstar aus Bayern ankündigte. Wie ein kleiner bunter Wirbelwind fegte die junge Dame, mit einem feschen Dirndl bekleidet, durch die Tischreihen. Selbst Don Clarke, Robert Alan und Benni Stark, drei nicht weniger professionelle Comedy-Kollegen, hörten begeistert zu, wenn sie in ihrem bayerischen Dialekt gekonnt aus ihrem Leben erzählte.

Von Anfang an zufrieden zeigte sich das FZX-Team, zu dem an diesem Abend Chefkellnerin Dorothee Schweers mit ihren vier Servicehelfern Biniam Habte Welday, Marcel Hastenrath, Jonathan Sitte und Thorsten Wegener zählten. „Wir dürfen mehr als 100 Gästen ein köstliches Drei-Gänge-Menü in einem tollen Ambiente servieren und haben nebenbei das Vergnügen, uns mit Comedy vom Feinsten unterhalten zu lassen“, erklärte der aus Eritrea kommende Welday, der sich als Student einen Teil seines Lebensunterhaltes im FZX-Team hinzuverdient.

Bereits mehrmals hatte Wilfried Meyer, Chef des Freizeitzentrums Xanten, zu erfolgreichen Enni-Comedy-Veranstaltungen, bei denen im Wechsel auf der Bühne agiert und gespeist wurde, in das Restaurant „Plaza del Mar“ eingeladen. Bei der Comedy-Wiesn in der Almhütte gab es die Unterhaltung und das Essen jedoch „en bloc“. Noch bevor die Moderatorin ihre drei männlichen Kollegen nacheinander auf die Bühne bat, gab es die Vorspeise – „gefüllte Champignons mit einer Frischkäse-Füllung und Salat“.

Als aus England stammender Künstler gab Don Clarke dem Abend internationales Flair. Mit seinen skurrilen Geschichten, in denen er Lebenstipps der besonderen Art gab, sorgte er für ein begeistertes Publikum. Wer hätte ihm nicht Recht gegeben, als er den Besuch einer Imbissbude mit fettigen Speisen nach einem ausgiebigen Kneipenbummel rechtfertigte? Dass man erst dann wieder abnehmen kann, wenn man ordentlich zugenommen hat, erschien da eher als eine Binsenweisheit, und dass es mitunter weniger aufwendig ist, sich Pokale im Laden zu kaufen als sie sich beim Sport zu erkämpfen, verstand sich auch für das gesamte Publikum wie von selbst.

Robert Alan berichtete, sich selbst mit kritischen Tönen am Keyboard begleitend, aus seinem Leben, wobei er nicht nur die Erziehung seiner Eltern, sondern sein ganzes Leben und mitunter auch die Gesellschaft infrage stellte.

Benni Stark, ganz stark auf der Bühne, gab einen äußerst amüsanten Einblick in den Beruf des Verkäufers, wobei er unter anderem die eher fragwürdigen Einkaufspraktiken von Ehepaaren, denen er während seiner 13-jährigen Berufstätigkeit in der Kleidungsbranche genau zugehört hatte, zum Besten gab.

In netter Begleitung war übrigens Enni-Preisausschreiben-Gewinner Sascha Dunker aus Moers gekommen. „Die Comedians und das Dinner auf dem Xantener Oktoberfest haben uns so gut gefallen, dass wir schon jetzt an einen weiteren Besuch im nächsten Jahr denken“, verabschiedete er sich.

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