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Xanten: Bahnhofstraße für zehn Wochen gesperrt

Xanten : Bahnhofstraße zehn Wochen gesperrt

Vom 13. August an ist das westliche Tor zur Innenstadt gesperrt. Der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Xanten saniert den Kanal und erweitert den barrierefreien Streifen. Für Kleinmontmartre und Bundesfest ruhen die Arbeiten, der Nibelungenexpress muss sich eine neue Route suchen.

Nach und nach holt die Vergangenheit die Stadt ein. Die Heinrich-Lensing-Straße ist für die Kanalsanierung schon seit knapp einem Jahr in Teilabschnitten gesperrt, nun ist die Bahnhofstraße ab Mitteltor an der Reihe. Von dort aus wird sie ab 13. August bis zum Westwall aufgerissen. „Der Kanal ist hier über 60 Jahre alt und in einem sehr schlechten Zustand. Er muss unbedingt saniert werden“, berichtet Harald Rodiek, Vorstand des Dienstleistungsbetriebs Xanten (DBX).

Die Arbeiten werden sich etwa zehn Wochen hinziehen und für die Großveranstaltungen Kleinmontmartre und Bundesfest der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften unterbrochen. Rodiek: „Wir gehen davon aus, dass der neue Kanal bis dahin schon verlegt sein wird. Für die Zeit des Schützenfestes fungiert die Bahnhofstraße als Flucht- und Rettungsweg. Sie wird daher provisorisch mit Schotter und Gruß verschlossen.“ Nach dem Abzug der Schützen werden die Arbeiten fortgesetzt.

„Wie bei nahezu jeder Baumaßnahme müssen die Anlieger mit einigen Beeinträchtigungen rechnen“, bedauert der DBX-Chef. Für die gesamte Bauphase bleibt dieser Teil der Straße für den motorisierten Verkehr gesperrt. Fußgänger können entlang des Grabens weiter passieren. „Die Anlieger haben wir bereits informiert. Wir sind in enger Abstimmung mit dem Bauunternehmer darum bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie nur möglich zu halten.“

  • Harald Rodiek (Archivfoto).
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Nach zehn Wochen sollten die Arbeiten beendet sein. Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, zum Beispiel in Form von archäologischen Funden. Darum sind Vertreter des Essener Instituts Archbau bei den Ausschachtungen zugegen und haben ein kritisches Auge auf das, was der Bagger aus dem Boden herausholt. Sollten aus archäologischer Sicht wertvolle Funde zutage treten, wird gar die Obere Denkmalbehörde hinzugezogen.

Im städtischen Auftrag für die Pflasterung ist auch die Anlage eines barrierefreien Weges enthalten. „Der Straßenbelag im betroffenen Abschnitt besteht bisher aus holprigem Kopfsteinpflaster. Für Menschen mit einer Gehbehinderung und Rollstuhlfahrer ist es sehr anstrengend, sich dort zu bewegen“, so Rodiek. Daher habe man gemeinsam mit den politischen Gremien der Stadt im letzten Jahr beschlossen, das Nützliche mit dem Möglichen zu verbinden und die Straße nunmehr mit einem barrierefreien Streifen wieder herzustellen – ähnlich wie in der Domimmunität. Damit wird der barrierefreie Streifen von Marktplatz und Kurfürstenstraße bis zum Westwall fortgesetzt. Die Initiative All inclusive wollte ursprünglich auch einen Abzweig bis zum Ärztehaus. Doch das hat der Rat abgelehnt – unter anderem mit der Begründung, dass das Haus selbst auch nicht barrierefrei sei. Und man könne nicht jeden Hauseingang mit dem Hauptweg verbinden.

Für die Dauer der Arbeiten muss sich der Nibelungenexpress eine neue Strecke suchen. Start und Ziel ist normalerweise das Mitteltor. Auf welcher Innenstadtroute er während der Bauarbeiten verkehren kann, wird Betreiber Ralf Graumann noch mit der Stadt abstimmen. „Ich bin in gutem Kontakt mit dem DBX, um eine Übergangslösung zu finden“, sagt er.

Siegfriedmuseum und Tourist Information werden nach wie vor erreichbar sein, auch der Meerturm, vor dem die Klumpenführungen beginnen und der ein Notausgang für das Museum ist. Für die Veranstaltung Kleinmontmartre wird die TIX die Bahnhofstraße links liegen lassen und sich mehr in Richtung Kurfürstenstraße orientieren, sagt Leiterin Sabine van der List.