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Xanten: Auto in der Südsee - Insassen können sich retten

Ursache unklar : Auto rollt in die Xantener Südsee – Insassen können sich retten

Die Feuerwehr hat am Donnerstag ein Auto aus der Xantener Südsee gezogen. Es war in der Nacht davor ins Wasser gerollt und komplett versunken. Eine Frau und ein Mann hatten im Fahrzeug gesessen. Sie konnten sich retten.

Xanten Ein Auto ist am frühen Donnerstagmorgen in die Xantener Südsee gerollt und versunken. Wie die Polizei mitteilte, konnten sich die Fahrerin und der Beifahrer retten. Feuerwehrleute aus Xanten, Wesel und Duisburg zogen den Wagen am Vormittag aus dem Wasser. Nachts hatten die Einsatzkräfte schon eine Ölsperre um den Wagen gelegt, damit die Xantener Südsee nicht durch Öl verunreinigt wird. Deshalb wurde auch die Untere Wasserschutzbehörde gerufen. Bei einer Wasser-Kontrollen wurde aber nichts festgestellt.

Gegenüber der Polizei gab die Fahrerin an, dass sie das Auto auf dem Parkplatz an der Xantener Südsee abgestellt und sich mit ihrem Beifahrer unterhalten habe. Plötzlich habe sich der Wagen nach vorn bewegt und sei über die leicht abschüssige Grünfläche am Parkplatz in die Südsee gerollt. Nach Angaben der Polizei kommt die Fahrerin (32) aus Xanten, der Beifahrer (32) aus Weeze.

Die Feuerwehr war um 2.13 Uhr alarmiert worden. Als sie an der Südsee ankam, sollen die Insassen bekleidet, aber nass am Ufer gewesen sein. Am Vormittag waren sie nicht vor Ort. Am Rand des Parkplatzes saßen zwei junge Männer. Sie seien Freunde der Fahrerin, berichteten sie, die Frau selbst stehe unter Schock. Mehr sagten die Männer nicht.

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Die Heckklappe des Fahrzeugs stand offen, als das Auto im Wasser war. Die Türen waren verschlossen. Ob sich die Frau und der Mann über den Kofferraum aus dem Auto gerettet haben, blieb trotzdem unklar. Die Polizei machte dazu keine Angaben. Der Fall ziehe keine weiteren Ermittlungen nach sich, es gebe keine weitere Anhörung, erklärte ein Sprecher. Somit blieb auch unklar, wie sich das Fahrzeug in Bewegung setzen konnte, ob die Handbremse angezogen war, ob sie sich löste oder ob sie versagte.

Der Parkplatz selbst ist gepflastert und eben. Daneben ist ein schmaler Grünstreifen, dann ein Weg, dann kommt eine abschüssige Grünfläche von wenigen Metern, die an der Südsee endet. Einer der Einsatzkräfte sagte: „Wir können froh sein, das die es noch rechtzeitig rausgeschafft haben.“ Die Feuerwehr zog das Auto bei Tageslicht ans Ufer. Dafür erhielten die Xantener Unterstützung aus Wesel und Duisburg: Taucher legten eine Kette um die Hinterachse des Autos, daran wurde ein Stahlseil befestigt, das wiederum von einer Seilwinde an einem Fahrwehrfahrzeug eingezogen wurde. Damit der Wagen über die Uferböschung kam, hatte die Feuerwehr etwas Erde abgetragen und Bretter ausgelegt.

Für die Taucher war die Arbeit nicht einfach gewesen. Sie gingen zu zweit ins Wasser. Der eine blieb zur Absicherung in Reichweite, während der andere zum Auto vorrückte. Unter Wasser habe der Taucher nichts sehen können, erklärte Tauchereinsatzführer Bernd Impelmann. „Der Taucher musste sich alles ertasten.“ Deshalb dauerte es auch einige Minuten, bis er die Kette hinter der Hinterachse unter dem Auto hindurchgeschoben hatte.

Der Parkplatz an der Xantener Südsee ist ein beliebter Treffpunkt, vor allem auch abends. Oft stehen dort noch bis in die Nacht hinein Fahrzeuge, und Menschen sitzen darin oder lehnen sich an ihre Autos. Es ist auch nicht das erste Mal, dass ein Fahrzeug in die Südsee rollte. Feuerwehrleute konnten sich an mindestens drei Fälle erinnern. Das letzte Mal liegt knapp fünf Jahre zurück.

Für den Einsatz der Feuerwehr wird es noch eine Rechnung geben, der an die Halterin gehen wird.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Feuerwehr zieht Auto aus der Xantener Südsee

(wer)