1. NRW
  2. Städte
  3. Xanten

Xanten: Ausstellung zu "100 Jahre Frauenwahlrecht" im Rathaus

Ausstellung in Xanten : Rathaus fest in Frauenhand

Eine Ausstellung zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ ist unter anderem im Sitzungssaal zu sehen.

Eine Gruppe von sechs engagierten Frauen lädt seit Sonntag zu einem Rundgang durch eine Ausstellung zum Thema „100 Jahre Frauenwahlrecht“ im Xantener Rathaus ein. Der Sitzungssaal ist der Ort, an dem sich die meisten Exponate befinden, aber auch auf dem Flur im Obergeschoss und in Raum 114 sind Stücke der Ausstellung zu sehen.

Die sechs Frauen, die sich in einem mehrwöchigen Projekt mit der Einführung des Frauenwahlrechts beschäftigt haben, sind die Lehrerinnen Angela Weniger und Beate Becker, die Architektin Beate Kempkens, die Restauratorin Petra Becker, die Heilpraktikerin Sabine Gralla, die Fremdsprachenlehrerin Valérie Petit und die Pensionärin Ilse Hennes. Ermöglicht wurde die Veranstaltungsreihe „100 Jahre Frauenwahlrecht“, zu der auch die Ausstellung im Rathaus zählt, durch die Schirmherrschaft der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG).

Mehr als 50 Gäste, darunter Bürgermeister Thomas Görtz, waren am späten Sonntagnachmittag in den Rathaussaal gekommen. Kempkens erklärte: „Vor einigen Monaten sind meine Projektpartnerinnen und ich darauf aufmerksam geworden, dass das Frauenwahlrecht am 12. November 1918 eingeführt worden ist, und uns war es wichtig, dass wir auch die junge Generation für die Gleichberechtigung der Frauen sensibilisieren.“

  • Xanten
  • 100 Jahre Frauenwahlrecht : Ausstellung zeigt 100 Jahre Frauenwahlrecht in Europa
  • Xanten : Weihnachtskunst im Xantener Rathaus-Saal

Die Einbindung einer Grundschule, der Marienschule und des Stiftsgymnasiums spricht für den Erfolg der Aktion. Die Schüler der 4. Klasse der Hagelkreuzschule Lüttingen hatten mithilfe ihrer Lehrerin Astrid Eckers aufschlussreiche Oma-Interviews geführt und Collagen zu den Frauenbildern unserer Zeit erstellt. Die Schülerinnen der Marienschule präsentierten Collagen von Geschlechteridentitäten. Auch das Stiftsgymnasium zeigte sich mit den Schülerinnen Theresa Hilp, Greta Capelle, Luise Lubberich und Fides Silmbroth, die anschaulich gestaltete Zitate von Frauenrechtlerinnen verteilten, aktiv an der Ausstellung beteiligt.

Mit einer Fotoreihe „Frauen und Wirtschaften“ sowie einer Dokumentation zum Thema „Fair gehandelte Produkte“ beteiligt sich der Xantener Weltladen an der Ausstellung. Von welch großer Tragweite die Veranstaltungsreihe ist, zeigte sich, als Angela Weniger ein Grußwort von Rita Süssmuth verlas, und sich Maria Ilger, Mitglied der Fraueninitiative „Aktive Frauen in Xanten“, als die Dame vorstellte, die den beiden „Frauen, die viel in Xanten bewegt haben und viel zu früh verstorben sind“, es sind Elfie Kluth und Helene Meyer, einen sehr interessanten, eigenständigen Beitrag gewidmet hat. In der Ausstellung sind Stellwände zu sehen, die der Arbeitskreis Asyl zum Thema „Frauenwahlrecht International“ zusammengestellt hat. Es gibt einen Büchertisch und eine Literaturliste der Xantener Bücherei zum Thema „Frauenrechte“. Besonders interessante Ausstellungsstücke bilden die Schaufensterpuppen, auf denen Jugendliche Vorurteile zu Rollen von Männern und Frauen gesammelt haben.