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Xanten: Ausstellung Kunstbügel wird im DreiGiebelhaus in Xanten eröffent

„Kunstbügel“ in Xanten : Ausstellung im DreiGiebelHaus ermöglicht Perspektivwechsel

Zum ersten Mal präsentiert der Kulturkreis Dinslaken seine Werke im DreiGiebelHaus in Xanten: Seine Ausstellung „Kunstbügel“ ist in den vergangenen Tagen in der Galerie aufgebaut worden. Am Sonntag, 9. Februar, um 12 Uhr ist Eröffnung.

Das Besondere: Die Künstlerinnen und Künstler haben alle dasselbe Format und jeweils dasselbe Material gewählt: eine 1,5 mal 0,5 Meter hohe Malpappe. Die Werke hängen nicht an den Wänden, sondern baumeln frei im Raum an Kleiderbügeln von der Decke, sodass der Besucher zwischen ihnen hindurchgehen kann wie durch einen Wald. „Das ist spannend, weil es neue Perspektiven auf die Bilder eröffnet“, sagt Magdalena Schwan-Storost, Erste Vorsitzende des Kulturkreises Dinslaken.

Das lässt sich an zwei Werken erläutern: Barabra Grimm hat eine Frau aus Indien und eine aus Japan gezeichnet, jeweils in landestypischer Kleidung. Auf den Rückseiten der Bilder sind die Frauen noch einmal zu sehen, aber nackt oder nahezu unbekleidet. Barabra Grimm hat sie aber von hinten gezeichnet, der Betrachter sieht also ihre Rückseiten – ganz so, als wollten die Frauen zeigen, wire schön sie unbekleidert sind, aber als wendeten sie sich gleichzeitig ab, um für sich zu sein und weil sie ihr Gesicht nicht zeigen wollten, sagt Schwan-Storost. Und je nachdem, wo der Besucher der Ausstellung steht, sieht er die Frau in ihrer landestypischen Kleidung oder er sieht den Menschen darunter.

Insgesamt hängen in der Galerie im DreiGiebelhaus 62 Werke von 32 Künstlerinnen und Künstlern. Die Ausstellung „Kunstbügel“ war vorher in Dinslaken zu sehen, dort ist sie dem Maler Michael Blaszczyk aufgefallen, der sie nach Xanten holte: „Die Bilder haben mich angesprochen.“ Die Ausstellung geht bis zum 21. März.