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Xanten: Ansturm auf Holzverkauf

Folge der Energiekrise : Ansturm auf Holzverkauf in Xanten

Vorm Gelände des Dienstleistungsbetriebs Xanten (DBX) warteten schon Interessenten, bevor der Verkauf startete. Wegen der Energiekrie war die Nachfrage nach Brennholz doppelt so groß wie sonst.

Der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Xanten (DBX) hat am Freitag Brennholz verkauft. Die Nachfrage danach war deutlich größer als in Vorjahren, wie Christian Schmitz vom DBX sagte. Vor dem Gelände hätten am Morgen schon mehrere Bürger gewartet, bevor der Verkauf überhaupt begann. Nach zwei Stunden zeichnete sich dann ab, dass dieses Mal an einem Tag schon das gesamte Brennholz verkauft sein würde. Sonst seien dafür zwei bis drei Tage notwendig gewesen, sagte Schmitz. Der DBX hatte auch schon zwei weitere Termine in der nächsten Woche angekündigt. Sie dürften ausfallen.

Das Holz stammt von Bäumen, die der DBX auf öffentlichen Flächen im Xantener Stadtgebiet fällen musste, weil sie krank geworden oder von Stürmen beschädigt worden waren. Damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger das Brennmaterial kaufen konnten, wurde pro Haushalt eine Maximalmenge verkauft: ein voll beladener Pkw-Anhänger. Je nach Größe des Anhängers wurden 30 bis 60 Euro pro Ladung berechnet.

Hintergrund der großen Nachfrage ist die Energiekrise. Zuhause heize er schon immer mit Holz, berichtete Uwe Hapich aus Vynen. Es sei eine angenehmere Wärme. In diesem Jahr sei Holz aber im Handel deutlich teurer geworden. Die Suche danach sei dadurch zu einer Jagd geworden.

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Gerhard Friedrich aus Xanten hat sich in diesem Sommer dazu entschlossen, einen Ofen einzubauen, weil die Gasheizung immer teurer werde, berichtete er. Der Kamin ist zwar noch nicht eingebaut. Trotzdem kaufte er schon einmal Brennholz. Denn die Stämme müssen noch zerkleinert werden und ein, zwei Jahre trocknen, um einen hohen Heizwert zu haben. Man müsse vorausschauend denken, sagte der Xantener.

(wer)