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Xanten: Alfred Melters gestorben - SPD würdigt Leistungen des Altbürgermeisters

SPD über Xantens Altbürgermeister : „Alfred Melters war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde“

Der Xantener SPD-Vorsitzende Volker Markus würdigt die Leistungen von Altbürgermeister Alfred Melters. Sie seien in unterschiedlichen Parteien gewesen, hätten unterschiedliche Ansichten gehabt. Melters sei es aber immer um einen „konstruktiven Dialog“ gegangen.

Die Trauer über den Tod von Xantens Altbürgermeister Alfred Melters reicht weit über die Parteigrenzen hinweg. Mit ihm verliere die Stadt „einen von vielen Bürgerinnen und Bürgern sehr geschätzten Menschen“, schrieb Volker Markus, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins, in einer Stellungnahme an die Redaktion. Sein Mitgefühl gelte vor allem seiner Ehefrau Katharina und der übrigen Familie. Melters war in der Nacht von Freitag auf Samstag im Alter von 90 Jahren gestorben. Die Nachricht von seinem Tod überraschte viele Menschen, weil der Altbürgermeister noch mit 90 Jahren sehr aktiv gewesen war.

„Ich habe ihn als geselligen, hochgradig an der Entwicklung der Stadt Xanten interessierten und durchaus auch streitlustigen Menschen kennengelernt“, schrieb Markus weiter. Es sei Melters immer um einen „konstruktiven Dialog“ gegangen. „Bei allem Wirken trat er aber auch hartnäckig für seine Ideen ein.“ Bis zuletzt habe er die Politik in Xanten begleitet und bei seinen Stellungnahmen oft „kein Blatt vor den Mund“ genommen. Noch im Juni sei er als interessierter Zuhörer Gast bei der Ratssitzung im Schützenhaus gewesen.

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„Da Alfred – ich durfte ihn seit vielen Jahren duzen – neben seiner Hartnäckigkeit aber auch sehr charmant war und in Xanten bei vielen Gelegenheiten gern gesehener Gast auf Festen, Feiern oder anderen Veranstaltungen war, sind wir uns oft begegnet“, berichtete Markus. „Man konnte mit ihm bei einem Gläschen lange plaudern.“ Er erinnerte auch an Melters’ Engagement im Karneval. „Er war immer zur Stelle, wenn er gebraucht oder gerufen wurde“, erklärte Markus. „Sein ehrenamtliches Wirken – auch noch im hohen Alter – war bemerkenswert.“ Nur einmal sei Melters über Markus’ Engagement „nicht so sehr begeistert“ gewesen. Dabei sei es um die ersten Reaktionen auf den Rettungsdienstbedarfsplan des Kreises Wesel im Jahr 2019 gegangen, weil der nächtliche Notarztstandort infrage gestellt wurde. Dagegen protestierten Melters und viele andere, auch der VdK. Die Unterschriftenaktion des Sozialverbands hätte Melters gern zusammen mit anderen Aktionen – auch des Fördervereins des Krankenhauses – koordiniert, erinnert sich Markus. „Wir waren ihm damals einfach zu schnell.“ Markus ist auch Vorsitzender des Xantener VdK-Ortsverbands. Politisch habe Melters „oft einige interessante Rückfragen“ zur Haltung der Xantener SPD gehabt, „die er des Öfteren nicht nachvollziehen konnte“, berichtete der Sozialdemokrat weiter. „Das hinderte ihn aber nicht an Gesprächen oder Diskussion mit den Mitgliedern unserer Ratsfraktion.“

Melters war Christdemokrat gewesen. Er war 1969 in die CDU eingetreten. 35 Jahre lang arbeitete er im Stadtrat. Zehn Jahre lang war er Bürgermeister der Stadt Xanten. Im Herbst hatte die Politik auf Vorschlag seiner Partei beschlossen, dass Melters wegen seiner Verdienste zum Ehrenbürger ernannt wird. wer

(wer)