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Xanten: Ärger über Zusteller in der Fußgängerzone​

Inklusionsbeirat wendet sich an die Stadt : Ärger über Zusteller in Xantens Fußgängerzone

In Xantens Fußgängerzone müssten Passanten regelmäßig den Fahrzeugen von Lieferanten und Zustellern ausweichen, kritisiert der Inklusionsbeirat. Er verweist auf Überlegungen in einer anderen Stadt. Dort wird über eine Paketstation nachgedacht.

Der Xantener Inklusionsbeirat warnt vor gefährlichen Situationen durch den Lieferverkehr in der Fußgängerzone. Gerade auf der Marsstraße würden Passanten immer wieder an die Seite gedrängt, wenn Geldtransporter, Paketzusteller oder Lieferanten tagsüber zu den Geschäften und Häusern führen, berichtete der Vorsitzende Wolfgang Diamant in der jüngsten Sitzung des Gremiums. Auf seinen Vorschlag hin beschloss der Inklusionsbeirat, den Behindertenbeauftragten der Stadt damit zu beauftragen, nach einer Lösung zu suchen.

„Es ist eine Fußgängerzone“, sagte Diamant. Damit seien diese Abschnitte der Innenstadt den Fußgängern vorbehalten. Trotzdem führen regelmäßig Transporter durch diese Straßen. Bis zu 15 Fahrzeuge habe er einmal innerhalb einer Stunde gezählt. Der barrierefreie Streifen sei nicht verlängert worden, damit Autos ruckelfrei durch die Fußgängerzone führen, sondern damit sich Menschen mit Behinderung besser in der Innenstadt bewegen könnten. Sie müssten aber immer wieder dem Lieferverkehr ausweichen. Dabei gebe es festgelegte Zeiten, in denen er durch die Fußgängerzone fahren dürfe. „Es gibt Anlieferungszeiten, an die sich jeder zu halten hat.“ Trotzdem führen gerade zwischen 10 und 12 Uhr viele Transporter durch die Fußgängerzone. Der Lieferverkehr ist allerdings nur zwischen 6 und 10 Uhr sowie zwischen 13 und 15 Uhr erlaubt. So steht es zum Beispiel auf einem Schild an der Ecke von Bahnhofstraße und Kurfürstenstraße.

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Andere Mitglieder des Inklusionsbeirats haben ähnliche Erfahrungen gemacht, wie sie berichteten. Ein Mitglied wies darauf hin, dass in Xanten viele ältere Menschen lebten, die mit einem Rollator oder Elektro-Scooter unterwegs seien. Sie könnten nicht so einfach ausweichen, wenn ihnen in der Fußgängerzone Lieferfahrzeuge entgegenkämen. In der Diskussion wurde aber auch deutlich, dass es dem Gremium nicht einfach um Verbote oder Strafen geht, sondern um eine Lösung für alle Seiten. So gaben die Beiratsmitglieder zu bedenken, dass manchmal Pakete erst nach 15 Uhr zugestellt werden könnten, aber die Anwohner und Gewerbetreibenden dringend darauf warteten. Auch solche Fälle sollen bei der Suche nach einer Lösung bedacht werden. Sie hätten Verständnis dafür, dass Bestellungen zugestellt werden müssten, sagte Diamant. Aber die Situation sei unbefriedigend. In einer anderen Kommune in der Region gebe es zum Beispiel Überlegungen für eine Paketstation in der Innenstadt, damit sich die Anwohner und Geschäftsleute dort ihre Pakete abholen könnten.

(wer)