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Wellness for Charity in Xanten: Sich selbst Gutes tun für den guten Zweck

Wellness for Charity in Xanten : Sich selbst etwas Gutes tun – und anderen damit auch

Im September gibt es in Xanten und Umgebung wieder „Wellness for Charity“. Dieses Mal wird Geld für ein Kinderhospiz gesammelt. 18 Betriebe machen mit – vom Friseur bis zum Nagelstudio. Sie hoffen auf die Unterstützung der Kunden.

Masseure, Friseure, Fusspfleger, Kosmetiker und andere Unternehmer aus der Wellness-Branche in Xanten und Umgebung wollen im September eine bestimmte Zeit kostenlos arbeiten, um dadurch Geld für ein Kinderhospiz zu sammeln. Die Aktion läuft vom 12. bis zum 17. September unter dem Titel „Wellness for Charity“. Organisiert wird sie von Jasmin Theißen, Inhaberin von Xanthai Massagen aus Xanten. Insgesamt beteiligen sich 18 Betriebe.

Für Kunden ist es einfach, die Wohltätigkeitsaktion zu unterstützen: Sie können sich selbst etwas Gutes tun – und gleichzeitig tun sie anderen Menschen etwas Gutes. In dem Zeitraum, in dem „Wellness for Charity“ läuft, buchen sie in den teilnehmenden Praxen oder Studios eine Behandlung, bezahlen die Leistung aber nicht beim Anbieter, sondern überweisen den Betrag als Spende direkt auf das Konto der DRK-Schwesternschaft Krefeld. Sie ist Trägerin des ambulanten und stationären Kinderhospizes im Stups-Kinderzentrum Krefeld.

Durch die Spende direkt an die Schwesternschaft gebe es keine Überweisungs- oder Verwaltungskosten, erklärt Theißen. Das Geld komme dann zu 100 Prozent bei den Kindern und Jugendlichen an. Auf Wunsch stelle die Schwesternschaft eine Spendenquittung aus. Vom teilnehmenden Salon oder Studio hängt ab, welche Behandlungen für „Wellness for Charity“ sind und in welchem Zeitraum zwischen dem 12. und 17. September sie angeboten werden. Schon jetzt können Termine gebucht werden.

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Es ist das zweite Mal, dass Theißen „Wellness for Charity“ organisiert. Die Premiere war 2021 gewesen. Sie hatte damals Berichte über die Opfer der Flut-Katastrophe in NRW und in Rheinland-Pfalz gesehen. Ihnen wollte Theißen helfen, soweit es in ihrer Macht steht. 13 weitere Betriebe aus der Wellness-Branche machten mit. Mit Hilfe der Kunden und von vielen Unterstützern sammelten sie mehr als 4200 Euro für die Fluthilfe ein.

In diesem Jahr gibt es einen anderen guten Zweck: Theißen hat im persönlichen Umfeld selbst erlebt, wie wichtig die Arbeit in einem Hospiz ist. Sie ist dankbar dafür, was in den Häusern geleistet wird, dass die betreuten Menschen das letzte Stück ihres Lebenswegs nicht allein gehen müssen. Sie spricht von „gelebter Nächstenliebe“. Deshalb warb sie dafür, dass „Wellness for Charity“ dieses Mal für das Kinderhospiz in Krefeld ist. Ihr Vorschlag stieß auf große Unterstützung.

„Das Team steht voll dahinter“, sagt zum Beispiel Svenja Peters, die in Xanten eine Praxis für Kosmetik und Podologie betreibt und die mit ihrem Team „Wellness for Charity“ unterstützt. Es gehe darum, etwas zurückzugeben und anderen zu helfen, sofern es einem selbst gut genug dafür gehe. Denn auch die Branche hat unter den Pandemie-Jahren gelitten.

Umso mehr freut sich Theißen über die große Resonanz. Und sie ist dankbar für die Hilfe, die sie schon jetzt bekommt: Die Firmen Eye2Eye und HBS gestalteten und druckten ehrenamtlich Plakate und Flyer. Auch Guido Lohmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Niederrhein, unterstützt „Wellness for Charity“ mit seinem Wissen. Er hat auch schon eine Spende über 1000 Euro für die Aktion zugesagt.

Im Stups-Kinderzentrum in Krefeld befindet sich ein stationäres und ambulantes Kinder- und Jugendhospiz für schwerkranke und behinderte Kinder, eine inklusive Kindertagesstätte, die sozialmedizinische Nachsorge und ein ambulanter Kinderkrankenpflegedienst. Wenn Eltern die Diagnose erhielten, dass ihr Kind wegen einer schweren Krankheit oder Behinderung früh sterben werde, hätten sie das Recht, sich Hilfe in einem Kinderhospiz ihrer Wahl zu suchen, erklärte Diane Kamps, Oberin der DRK-Schwesternschaft Krefeld. Das Kind könne für einen bestimmten Zeitraum im stationären Hospiz leben, Eltern könnten aber auch zu Hause Unterstützung erhalten.

(wer)