Überblick Weihnachtsgottesdienste – die Termine der evangelischen Kirche in Xanten

Xanten · Die Evangelische Kirchengemeinde Xanten-Mörmter hat ihre Termine für die Advents- und Weihnachtszeit vorgestellt. Ein Gottesdienst ist neu, ein anderer wird gestrichen. Perspektivisch sind mehr Änderungen möglich.

Presbyterin Brigitte Messerschmidt (l.) und Pfarrerin Simone Drensler stellten die termine für die Advents- und Weihnachtszeit vor.

Presbyterin Brigitte Messerschmidt (l.) und Pfarrerin Simone Drensler stellten die termine für die Advents- und Weihnachtszeit vor.

Foto: RP/Markus Werning

An Heiligabend wollen viele Menschen einen Gottesdienst besuchen. Um ihnen die Planung zu erleichtern, hat die Evangelische Kirchengemeinde Xanten-Mörmter ihre Termine für die Adventszeit und die Weihnachtstage in einem Pressegespräch vorgestellt. Zum Beispiel geht es am dritten Advent ins Zirkuszelt. An Heiligabend ist ein Termin neu, ein anderer fällt weg, viele andere bleiben. Perspektivisch bereiten Pfarrerin Simone Drensler und Presbyterin Brigitte Messerschmidt die Menschen auf weitere Änderungen vor. Ein Überblick.

Hinzugekommen Neu ist an Heiligabend ein Gottesdienst um 11 Uhr in der evangelischen Kirche in Xanten, er richtet sich vor allem an Familien mit kleinen Kindern, wie Brigitte Messerschmidt erklärte. In anderen Kirchengemeinden gebe es diesen Termin schon, Xanten probiere ihn in diesem Jahr auch aus, weil Heiligabend auf einem Sonntag liege, die Geschäfte also geschlossen seien. Anderswo werde der 11-Uhr-Gottesdienst an Heiligabend sehr gut angenommen, vielleicht werde auch in Xanten damit Menschen ermöglicht, den Gottesdienst zu besuchen, denen es sonst nicht möglich sei. Die Mutter eines kleinen Kindes habe schon gesagt, dass ihr der frühe Termin besser passe, da sie am Nachmittag mehr Stress habe.

Gestrichen In der evangelischen Kirche in Xanten wird es in diesem Jahr keinen Gottesdienst um 22 Uhr geben. Es gibt ihn aber in Sonsbeck. Dort habe der Spätgottesdienst Tradition, er könne natürlich auch von Menschen aus Xanten besucht werden, genauso wie Menschen aus anderen Kirchengemeinden nach Xanten kämen, sagte Brigitte Messerschmidt.

Reduzierung Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag bieten die evangelischen Kirchengemeinden in Xanten, Sonsbeck und Büderich zusammen jeweils zwei Gottesdienste an und nicht mehr drei. Das Angebot wurde also reduziert: Alle drei Gemeinden hätten die Erfahrung gemacht, dass die Gottesdienste am ersten und zweiten Weihnachtstag schlecht besucht seien, erklärte Brigitte Messerschmidt.

Geblieben Auch in diesem Jahr ist ein Gottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde an Heiligabend unter freiem Himmel geplant. Er war erstmals in der Corona-Pandemie angeboten worden, zunächst im Wald, im vergangenen Jahr im Kurpark, und er sei er gut besucht gewesen, sagte Brigitte Messerschmidt. Die Vorbereitungen für dieses Jahr liefen. Es würden noch Mitwirkende gesucht. Der Organisationsaufwand sei groß, deshalb schaue die Kirchengemeinde auch bei diesem Gottesdienst, wie er angenommen werde.

Ökumene Am dritten Advent (17. Dezember, 11 Uhr) feiern die Protestanten mit den Katholiken (und allen anderen, die möchten) einen ökumenischen Gottesdienst, aber nicht in einer Kirche, sondern im Zelt des Weihnachtszirkus an der Xantener Südsee. An Heiligabend feiern die evangelische und die katholische Kirchengemeinden eine ökumenische Andacht auf dem Markt (ab 16.30 Uhr).

Perspektive Die Evangelische Kirche steht vor Herausforderungen: Die Einnahmen aus der Kirchensteuer gehen zurück, die Gottesdienste werden von weniger Menschen besucht, es fehlt Personal für die Pfarrstellen. Die Kirchengemeinden rücken deshalb zusammen, auch hier in der Region – Xanten, arbeitet deshalb mehr mit Sonsbeck und Büderich zusammen.

Zukünftig werde nicht mehr jede Kirchengemeinde selbst alles anbieten können, erklärte Pfarrerin Simone Drensler. Das sich deute in diesem Jahr an Weihnachten erstmals an. Künftig werde das Angebot in den einzelnen Kirchengemeinden weiter reduziert werden müssen, dafür würden sich die Kirchengemeinden mehr ergänzen, sodass sie zusammen ein Angebot hätten, das die verschiedenen Zielgruppen zu verschiedenen Zeiten anspreche. „Wir müssen lernen, was wir gemeinsam schaffen können und welche Schwerpunkte wir setzen können.“

Es könne also häufiger vorkommen, dass die Menschen in eine andere Gemeinde fahren müssten um einen Gottesdienst zu besuchen – oder vor Ort sich eine andere Zeit dafür aussuchen müssten, sagte Pfarrerin Simone Drensler. Es werde mehr Flexibilität notwendig sein. „Die Signale stehen auf Veränderung.“ Dabei solle aber niemand vergessen werden.

„Bei allen Veränderungen müssen die Gemeinden ein Ort der Hoffnung bleiben“, sagte Pfarrerin Simone Drensler. Gerade in der heutigen Zeit, angesichts der Krisen und der Ängste in der Bevölkerung sei das wichtig. Die Menschen sehnten sich nach Frieden. „Deshalb versuchen wir, an Weihnachten ein möglichst großes Angebot zu machen“, sagte Pfarrerin Simone Drensler. Denn gerade an Weihnachten gehe es um Hoffnung. Gerade dann solle die Kirche ein Ort der Hoffnung sein.

(wer)
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