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Weihnachtscircus Xanten - Sturz in der Manege von Jonny Casselly Junior

Handgelenk gebrochen : 14-jährige Artistin stürzt beim Xantener Weihnachtscircus

Die 14-jährige Katy Casselly ist bei einer Artisten-Nummer während einer Vorführung am Montag unglücklich auf ihren Arm gefallen und hat sich das Handgelenk gebrochen. Im Xantener Weihnachtscircus wird sie aber weiter zu sehen sein.

Es war ein Schockmoment im Xantener Weihnachtscircus, der bei der Vorstellung am Montag Publikum und Artisten gleichermaßen in Schrecken versetzte: Die 14-jährige Katy Casselly, Tochter des Zirkusdirektors Jonny Casselly junior, rutschte bei einer Balance-Nummer vom Kopf ihres Vaters ab, stürzte zu Boden und landete rücklings auf ihrem Arm. Ganz der Profi führte die jugendliche Artistin noch ihre Darbietung zu Ende. Hinter der Manege wurden die Folgen des Sturzes dann aber offenbar. „Katys Arm wurde dick, und sie hatte Schmerzen“, erzählt ihr Vater. „Also sind wir sofort ins Krankenhaus gefahren.“ Die Untersuchung zeigte: Katys Handgelenk war gebrochen. Im laufenden Weihnachtscircus wird der Publikumsliebling keine Akrobatik mehr zeigen können.

Neu war die Balance-Nummer nicht für Katy Casselly. Die seit Kindesbeinen in der Manege auftretende Artistin hat den Trick schon oft und in verschiedenen Abwandlungen vorgeführt. Dabei steht sie mit einem Bein auf dem Kopf ihres Vaters, während sie das andere Bein mit ihren Händen weit nach oben bis über den Kopf führt.

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„Wir haben die Nummer sogar mal auf einem Hoverboard gezeigt“, erzählt Jonny Casselly junior. Also auf einem selbst balancierenden elektrischen Rollbrett. „Aber im Zirkus kann es eben immer passieren, dass man fällt“, ergänzt er. Deshalb werde richtiges Fallen regelmäßig trainiert. Katy jedoch sei so unglücklich gestürzt, dass ihr Körpergewicht auf den Arm gedrückt wurde. Ein Unfall. Und doch: „Als Vater fühlt man sich natürlich doppelt schlecht“, sagt Casselly junior. „Man überlegt hin und her, ob man die Nummer hätte anders aufbauen oder weglassen sollen.“

Nach fast zwei Jahren Zwangspause seien plötzlich wieder 100 Prozent Leistung gefragt. „Das waren anstrengende Tage“, erklärt der Zirkusdirektor. Katys Handgelenk-bruch sei die erste ernsthaftere Verletzung in der Xantener Zirkusfamilie, die im Zuge einer Akrobatik-Nummer passiert sei.

„Am meisten leidet aber die Künstlerin in Katy“, erzählt der Vater. „Sie ist wütend über den Sturz und traurig, dass sie ihre Darbietung nicht mehr vorführen kann.“ Vor allem, weil die 14-Jährige eine neue Nummer einstudiert hat, bei der sie Tuchakrobatik in luftiger Höhe zeigt. Unmöglich mit einem gebrochenen Handgelenk.

Katys Bruch sei zum Glück nicht kompliziert. Daher musste sie auch nicht operiert werden und durfte nach ambulanter Behandlung wieder raus aus dem Krankenhaus. Vier bis sechs Wochen soll sie ihren eingegipsten Arm allerdings absolut still halten. Erst wenn alles verheilt ist, könne sie langsam wieder mit einem Aufbautraining beginnen. „Katy macht auch viele Handstand-Tricks. Wann das wieder möglich sein wird, muss sich einfach zeigen“, sagt Casselly junior.

Derzeit überlegt die Zirkusfamilie, ob Katys Akrobatik-Elemente ganz aus dem laufenden Programm gestrichen werden sollen oder eine andere Artistin sie übernehmen könnte. Ganz auf den 14-jährigen Publikumsliebling müssen die Zuschauer beim Xantener Weihnachtscircus aber nicht verzichten. Katy bleibt Teil der Geschichte und übernimmt weiter die Moderation. „Die Menschen lieben Katy, weil sie sie von klein auf kennen“, betont der Vater stolz. „Nachdem wir in der Show am Montag erzählt haben, dass Katys Handgelenk gebrochen sei, haben ihr zig Gäste gute Besserung gewünscht.“