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Weihnachten 2020 in Xanten: Kirchengemeinden feiern online

Xantener Kirchengemeinden feiern online : „Vieles ist anders, aber Weihnachten bleibt das Fest der Liebe“

Wegen der Corona-Pandemie gibt es an Weihnachten keine öffentlichen Gottesdienste in Xanten. Trotzdem können Katholiken und Protesten gemeinsam beten: Die Kirchengemeinden übertragen Gottesdienste online.

Die katholische und evangelische Kirchengemeinde in Xanten haben allen Menschen frohe Weihnachten gewünscht. Anders als in den Vorjahren feierten sie die Gottesdienste an Heiligabend und am ersten Weihnachtstag mit nur wenigen Teilnehmern in den Kirchen und übertrugen die Feiern auf Youtube, damit möglichst viele Menschen zu Hause mitfeiern können. Zum Beispiel die Christmette am 24. Dezember im Xantener Dom wurde online von etwa 75 Menschen live am Computer oder Smartphone verfolgt.

In den Gottesdiensten standen Weihnachten und Christ Geburt im Mittelpunkt. Aber beide Kirchengemeinden gingen auch auf die Corona-Pandemie ein. „Wir beten für alte und junge Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, für die vielen, die um ihr Leben ringen, und für alle, die täglich für sie da sind“, hieß es zum Beispiel in der Christmette an Heiligabend im Dom. In der Christvesper in der Evangelischen Kirche in Xanten lautete eine Fürbitte: „Wir wollen Dich für diejenigen bitten, die traurig und einsam sind.“ Eine weitere war: „Wir feiern Weihnachten corona-bedingt leider anders feiern, als wir es sonst gewohnt sich, aber dennoch haben wir alles, was wir brauchen. Wir bitten dich für die Menschen, denen das Nötigste fehlt, die Hunger leiden.“ In der Festmesse am ersten Weihnachtstag sagte Pater Joseph Puthoor: „In diesem Jahr ist vieles anders, wegen der Corona-Pandemie, aber Weihnachten bleibt das Fest der Liebe.“

Wegen der Corona-Pandemie hatten die beide Kirchengemeinden auf Präsenzgottesdienste verzichtet. Die Entscheidung sei schwer gewesen, aber „im Respekt vor den hohen Infektionszahlen und den Appellen nach Kontaktbeschränkungen“ getroffen worden, erklärte Propst Stefan Notz. Mit einem Verzicht auf Präsenzgottesdienste sei „der Schutz für die Nächsten durch weitestgehende Kontaktvermeidung am besten zu gewährleisten“, erklärte die Evangelische Kirchengemeinde Xanten-Mörmter.

Die Gottesdienste können auch noch nachträglich auf Youtube angesehen werden. Die mehr als einstündige Christmette war bis Freitagmittag mehr als 700 Mal aufgerufen worden, die Christvesper knapp 130 Mal. Bei der Live-Übertragung am Heiligabend aus dem Xantener Dom hatte es Probleme mit dem Ton gegeben. Zunächst war nur ein Rauschen, dann nichts zu hören. Später wurden die Probleme behoben. Die Zuschauer reagierten mit Nachsicht.

(wer)