Wardt: Familien bauen Insektenhotel am Geldmuseum

Insektenhotel in Wardt : Familien bauen ein Zuhause für Wildbienen

Auf der Wiese am Geldmuseum steht nun ein Insektenhotel. 13 Familien aus Wardt bauten das Kleinod für Nützlinge bei einem Workshop im Pfarrheim.

Wardt hat ein neues Hotel. Zugegeben: Den Tourismus im Ort wird diese Herberge vielleicht nicht voranbringen, die Natur dafür aber umso mehr. Denn in einem Workshop im Pfarrheim bauten 13 Wardter Familien ein Insektenhotel, das nun auf der Wiese am Geldmuseum steht.

Zwei Tage lang hieß es: sägen, bohren, schleifen und gestalten, um den Wildbienen, Florfliegen, Wildwespen, Marienkäfern, Schmetterlingen und anderen Nützlingen ein neues Zuhause zu bieten. Jede Familie bekam eine große Holzkiste, die sie mit bereitgestellten Naturmaterialien befüllen konnte. Zeitgleich lernten die Kinder, welche Insekten in den hohlen Stängeln, Löchern der Baumscheiben, in der Holzwolle oder in den roten Kästen mit Schlitzen einziehen können und was drinnen dann so passiert.

Die Kinder genossen es, gemeinsam mit ihren Familien zu werkeln und mitzuerleben, wie aus einer leeren Kiste ein Kleinod für die Tierwelt entsteht. So entwickelte sich nach und nach nicht nur ein schmuckes Insektenhotel, sondern auch ein schönes Miteinander. Zudem konnte sich jedes Kind für den heimischen Garten oder Balkon noch ein kleines Bienenhotel in einer gelb-schwarzen Dose bauen.

Tags darauf traf sich die Gruppe auf der Wiese am Geldmuseum wieder. Dort stand bereits der fertige „Rohbau“, der von Fiete Übbing, Norbert Müller, Oskar Haan, Dirk van de Loo und Edgar Drießen an mehreren Abenden vorgebaut worden war. Die ersten Bienen schwärmten schon um den Bau herum, sodass sich die Familien gleich daran machten, die befüllten Kisten einzusetzen und das Dach mit Sedum-Arten zu bepflanzen.

Zum Ausklang gab es ein gemeinsames Lagerfeuer mit Stockbrot und Dips, wobei die Blicke immer wieder zum Bienenhotel wanderten, um zu schauen, was sich dort schon tut.

(RP)
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