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Xanten: Wände von Kirche und Schule besprüht

Xanten : Wände von Kirche und Schule besprüht

Sprayer waren am Wochenende in Lüttingen unterwegs. Unter anderem an der Hagelkreuzschule hinterließen sie ihre Schmierereien. Am schlimmsten betroffen ist die frisch umgebaute und renovierte Neuapostolische Kirche.

"Was sind das für Wirrköpfe?", fragt sich der Betrachter von Farb-Schmierereien im schönen Fischerdorf, in dem sich gerade kürzlich ein großer Trupp Engagierter für ein sauberes Umfeld ins Zeug gelegt hat. Johannes Munkes, Leiter der Hagelkreuzschule ist entsetzt und traurig, denn das "zweite Zuhause" seiner Kinder ist nicht zum ersten Male Ziel solcher Attacken geworden. In der Nacht von Freitag auf Samstag war(en) der oder die Übeltäter mit Spraydosen unterwegs und besprühten nicht nur eine Schulwand. "Diesen Dummköpfen sollte möglichst schnell das Handwerk gelegt werden", hofft Johannes Munkes. Schließlich sind außerdem mehrere Stromversorger- und Telekom-Schaltkästen wie auch die Rückseite eines Möbelhauses betroffen und mit blauen Hieroglyphen verunstaltet.

Besonders tief betroffen dürften die Gottesdienstbesucher der Neuapostolischen Gemeinde am Sonntagmorgen bei der Ankunft an ihrer gerade eingeweihten neuen Kirche gewesen sein. Beim Anblick der großflächigen blauen und grünen Schmierereien an der im Blickfeld liegenden Seitenwand und auf der Rückseite des schmucken weißen Gebäudes kommt neben Scham und Trauer auch so etwas wie Wut hoch. Das alles vor dem Hintergrund, dass die Gemeindemitglieder dieses schmucke Dorf-Entrée mit eigenen Spenden realisiert haben. "Ich bin tief erschüttert, stehe fassungslos davor und komme aus dem Kopfschütteln nicht heraus und frage mich, ob das auch bewusst gegen unsere Kirche gerichtet ist und warum?!" Rolf Friedrich, stellvertretender Leiter des Kirchenkreises am Niederrhein der Neuapostolischen Kirche, fragt sich auch: "Was ist die Botschaft und was will man damit beweisen?" Schon vor der Einweihung der Kirche waren Fensterscheiben besprüht und der Strahlenkranz um das Kreuz herausgerissen worden. Jetzt bereitstehende Buchsbaumpflanzen traut die Gemeinde sich nun kaum einzusetzen, denn auch an alter Stätte seien immer wieder Pflanzen ausgerissen worden. Was man dagegen machen könne, fragen Friedrichs und die Gemeinde sich. Überwachungskameras? Friedrichs hofft, dass den Vandalen auch so das Handwerk gelegt werden kann.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Chaoten mit Spraydosen unterwegs waren. Erst kürzlich fand ein Lüttinger Landwirt seine neue Scheune besudelt, er konnte zum Glück mit eigenen Kräften die Spuren der Untat beseitigen. In der Vergangenheit waren unter anderen mehrfach der Pavillon am Dorfplatz und die Fischerhütte betroffen. Die Beseitigung solcher Verunstaltungen ist meist nicht einfach und kostet viel Ärger und Geld.

Die Polizei hat bezüglich der aktuellen Vorfälle die Ermittlungen auf der Basis von Strafanzeigen aufgenommen. Für Hinweise, die zur Ermittlung der Täter führen, ist eine Belohnung ausgesetzt. Auffallend ist das wiederkehrende Kürzel CAS in den Schmierereien.

(tr)