Sonsbeck: Von der Bankerin zur Pfarrsekretärin

Sonsbeck : Von der Bankerin zur Pfarrsekretärin

Mit einer Initiativbewerbung bewarb sich Natalie Heilen vor rund einem Jahr bei der Pfarrgemeinde St. Maria Magdalena Sonsbeck. Nach 23 Jahren, inklusive Elternzeit, hatte die gelernte Bankkauffrau ihre Stelle in der Bank aufgegeben, suchte nun nach einer Aufgabe, in der Job und Familienleben besser in Einklang zu bringen waren.

Ohne es zu wissen, wählte sie genau den richtigen Zeitpunkt für ihre Bewerbung. Gerade hatte sich die langjährige Pfarrsekretärin Marie Vahnenbruck in den Ruhestand verabschiedet. Über eine unterstützende Kollegin für ihre Nachfolgerin, Bernhardine van de Weyer, wurde seitens des Pfarramtes nachgedacht.

Arbeiten im Pfarrbüro, das ist für die Alpenerin mehr als nur ein Job. "Kirche und Glauben sind für mich wichtig, weil ich darin Halt finde. Das versuchen mein Mann und ich auch an unsere Kinder weiterzugeben", erzählt die dreifache Mutter, warum sie, die Bankerin, sich als Pfarrsekretärin beworben hat.

Glauben leben, dazu gehören für Natalie Heilen neben der Teilzeitstelle im Sonsbecker Pfarramt ebenso ehrenamtliche Aufgaben in ihrer Heimatpfarre St. Ulrich. Sie übernimmt die Vorbereitung von Schützenfestgottesdiensten, war Kommunion-Katechetin und begleitete die Firmlinge während ihrer Vorbereitungszeit nach Spanien. Zudem bringt sie sich als Schriftführerin beim Kinderschutzbund Alpen ein. "Die Aufgabe ist sehr interessant. Es ist mir wichtig, dass den Kindern vor Ort geholfen wird. Auch in Alpen gibt es Kinder, die Hilfe benötigen", erklärt sie. Das alles sei nur möglich, weil sie den Rückhalt ihres Mannes habe, sagt sie.

Im Sonsbecker Pfarrbüro kümmert sich die 43-Jährige zweimal wöchentlich vormittags um alle anfallenden Schreibtischarbeiten. Besonders freut sie sich, dass die terminlichen Absprachen für Taufen und Hochzeiten in ihren Aufgabenbereich fallen. "Das sind schöne Ereignisse für die Menschen. Erlebnisse auf die sie sich freuen." Die Arbeitszeiten am Vormittag kommen ihr sehr entgegen. So kann sie sich nachmittags um die Kinder kümmern. Natalie Heilens Fazit nach ihrem ersten Jahr: "Ich fühle mich wohl und kann nur sagen, ich habe mit meiner Bewerbung hier für mich alles genau richtig gemacht."

(RP)
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