Xanten: Vater des Xantener Triathlons

Xanten: Vater des Xantener Triathlons

Diesen vielsagenden Titel hat das aktuelle Organisationsteam des Dreikampfs Gerd Reinders verliehen. Fast 1600 Aktive nehmen an der Großveranstaltung teil. Mehr als 20 Jahre war der pensionierte Lehrer das Gesicht des Events.

Anfang der 80er Jahre schwappt die Welle der Begeisterung für diesen Mehrkampf, der aus drei Disziplinen besteht, auch nach Deutschland. Ein Lehrer aus Xanten ist gleich Feuer und Flamme für diesen Sport, der in Frankreich seinen Ursprung hat. Er will seine Leidenschaft teilen und gründet 1987 mit Schwimmmeister Friedhelm Forth beim TuS eine Triathlon-Abteilung. Ein Jahr später übernehmen die Mitglieder mit Gerd Reinders an der Spitze erstmals für den Stadtsportbund die Organisation des Nibelungen-Triathlons.

Euphorie steckt an

520 Aktive kommen nach Xanten, um erst zu schwimmen, anschließend aufs Rad zu steigen und dann den Wettbewerb auf der Laufstrecke zu beenden. Reinders' Euphorie steckt an. Er begeistert Sponsoren, findet weitere Unterstützer. Der Dreikampf in Xanten wird größer und beliebter. Schon 1989 sind's über 1000 Teilnehmer. Die Rahmenbedingungen stimmen. Der Zieleinlauf liegt im APX. Die Erfolgsgeschichte bekommt ihre ersten Kapitel. Die Großveranstaltung wächst. Deutschen Meisterschaften finden in Wardt statt, sogar ein Weltmeister startet über die Olympische Distanz.

Die heutigen Organisatoren haben Reinders, der sich nach der 25. Auflage 2009 aus der ersten Reihe verabschiedete, den vielsagenden Titel "Vater des Xantener Triathlons" verliehen. Ganz loslassen kann der pensionierte Lehrer nicht. Seine Nachfolger sind froh, ihn dabei zu haben.

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Bei der letzten Auflage Anfang vergangenen Monats, die wieder bereits im Frühsommer mit erneut fast 1600 Startern ausgebucht war, erfüllte er sich einen Traum, und feuerte mit seiner Ehefrau die Schwimmer vom "Stimmungsfloß" aus in der Südsee an. Reinders, der bis vor 15 Jahren regelmäßig an Triathlons teilnahm, musste im Laufe des Dreikampfs in Xanten viele Hände schütteln.

"Ich hätte in den Anfängen nicht gedacht, dass die Veranstaltung mal so populär werden würde", sagt der Xantener, der die Faszination des Ausdauersports auf die Kinder Ina und Yves übertrug. Die, meint er mit einem Lächeln, schnitten doch etwas erfolgreicher ab. Das Schwimmen war stets seine große Schwäche. Gerd Reinders, in seiner Jugend ein guter Sprinter, Weitspringer und Turner, freut sich über die neuen Ideen, mit denen seine vier Nachfolger — auch Sohn Yves gehört dazu — den Nibelungen-Triathlon noch attraktiver machen. Und hilft er bei der 28. Auflage wieder im Team mit.

Die heutige Hotline lautet 01379-880288-13.

(RP)
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