Unwetterwarnung Warum sich der Kreis Wesel nicht am Probealarm beteiligt

Xanten · Eigentlich sollen am Donnerstag um 11 Uhr landesweit die Sirenen heulen. Aber der Kreis Wesel wird sich nicht am Probealarm beteiligen. Der Grund ist eine Unwetterwarnung.

 Unwetter (Symbolbild).

Unwetter (Symbolbild).

Foto: dpa/Boris Roessler

Der Kreis Wesel wird sich nicht am landesweiten Probealarm am Donnerstag, 11. März, um 11 Uhr beteiligen. Grund dafür sei die Wetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes vor Orkanböen, teilte die Kreisverwaltung am MIttwoch mit. Gegen 11 Uhr werde der Kern des Sturmtiefs über den nördlichen Teil des Kreisgebiets ziehen. „Damit es durch das Heulen der Sirenen während des Sturms nicht zu Verunsicherung oder Missverständnissen kommt, sagen wir den Probealarm dieses Mal ab“, erklärte Lars Rentmeister, Vorstandsmitglied für Gefahrenabwehr.

Der Deutsche Wetterdienst sagt für Donnerstag ein stürmisches und wechselhaftes Wetter in Nordrhein-Westfalen voraus. Für Xanten, Rheinberg und die Region werden Sturmböen und schwere Sturmböen prognostiziert – mit Geschwindigkeiten zwischen 70 Kilometern pro Stunde (Bft 8) und 90 Kilometern pro Stunde (Bft 10), teilweise auch mit orkanartigen Böen bis 105 Kilometer pro Stunde (Bft 11). Vereinzelt könnten Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. „Achten Sie besonders auf herabstürzende Äste, Dachziegel oder Gegenstände“, schreibt der DWD.

Am Donnerstag ist in NRW ein Probealarm geplant, um die Sirenen zu testen. Dabei ertönt zunächst eine Minute lang ein ununterbrochener Heulton, der im Ernstfall für „Entwarnung“ steht. Danach wird mit einem einminütigen auf- und abschwellenden Heulton das Signal für „Warnung“ getestet, das bei einem echten Notfall auf eine Gefahrenlage hinweist. Anschließend ertönt wieder der gleichbleibende Ton für „Entwarnung“.

Auch die Warn-App Nina (Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes) wird in den Test mit einbezogen. Sie soll den Probealarm gegen 10.45 Uhr ankündigen. Laut Erlass des NRW-Innenministeriums finden die Proben der Warnsirenen zweimal im Jahr statt, jeweils am zweiten Donnerstag im März und September.

(wer/dpa)
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