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Umwelterziehung in Sonsbeck: Grundschüler haben Insektenhotel gebaut

Schule in Sonsbeck : Schüler planen Blühwiese fürs Insektenhotel

Wichern-Grundschüler haben vor den Sommerferien ein Insektenhotel gebaut – wegen der Pandemie-Pause erst mit Verspätung. Nun wollen sie nach den Ferien eine Blühwiese vorbereiten, damit es im Frühjahr hier richtig brummt.

Erst Mitte Juni wurde die Johann-Hinrich-Wichern-Grundschule wieder für Unterricht geöffnet. Da sollte das Insektenhotel der Klasse 2 b eigentlich bereits fertig sein. Doch so blieben bis zu den Sommerferien nur zwei Wochen. In denen haben die 25 Kinder mit dem Bau begonnen. Schulleiter Martin Nenno: „Jetzt konnte erst mit Beginn des Sommers das Hotel teilweise bezogen werden. Dann ist der Ansturm zwar nicht mehr so groß. Aber spätestens im kommenden Frühjahr sollte hier Hochbetrieb herrschen.“

Im Herbst wird hinter der Schule mit eine Blumenwiese vorbereitet, so dass die Kinder im Frühjahr zeitig aussäen können. Die Blumenwiese gehört zum von „kleinaufbildung“ gesponserten Projekt: „Die Schule blüht auf!“ Hier sollen die Bewohner des Insektenhotels ausreichend Nahrung finden.

In nur zwei Wochen haben die Kinder das Insektenhotel mit acht Stockwerken und einem vor Nässe schützenden Dach zusammengeschraubt – klimafreundlich mit dem Akkuschrauber. Das Dach wurde mit Folie und einem Wurzelflies ausgelegt und mit Granulatstein befüllt. Hier entsteht ein grünes Dach. Mit Bohrmaschine und Akkubohrer wurden mehr als hundert Bruthöhlen – Durchmesser von 3 bis 8 Millimeter – in trockenes Kaminholz gebohrt und die Holzscheite in den verschiedenen Etagen verstaut.

Nach nur zwei Tagen waren drei Bohrungen verschlossen. Die Kinder staunten und freuten sich, dass die Wohnungen bei den Insekten Gefallen finden. Nach den Sommerferien soll das Insektenhotel fertig gestellt werden. Es fehlen noch Tonziegel, die mit Bambusstöcken und Holunder-Ästen bestückt werden, Tannenzapfen, Holzwolle, Baumrinde und Tontöpfe mit Stroh. Vieles haben die Kinder schon von zu Hause mitgebracht.

Da viele Wespen- und Bienenarten Lehm brauchen, um Nester zu bauen, zu verschließen oder auszukleiden, werden die Kinder aus Feldsteinen und Lehm eine Trockenmauer bauen. Klassenlehrerin Bettina Winnekens sorgte mit Integrationshelferin Fabienne Ververs für die farbliche Gestaltung der Rück- und Seitenwand. Winnekens lobt ihre Schüler: „Alle sind mit Begeisterung bei der Sache.“