Weil Account besonders verifiziert ist Polizei im Kreis Wesel beendet Twitterpause

Kreis Wesel · Vor einer Woche kündigte die Kreispolizei an, dass sie zurzeit keine Tweets mehr veröffentlichen will. Sie begründete die Pause mit „der unklaren Lage zur konzeptionellen Ausrichtung“. Die Bedenken seien nun ausgeräumt. Woran Nutzer die Echtheit der Polizei-Tweets erkennen können.

 Die Kreispolizei hat ihre Twitter-Pause beendet (Symbolbild).

Die Kreispolizei hat ihre Twitter-Pause beendet (Symbolbild).

Foto: AP/Gregory Bull

Die Kreispolizeibehörde beendet ihre Twitterpause und will den Kurznachrichtendienst wieder nutzen, um auch darüber die Öffentlichkeit über Fahndungen und Ermittlungen zu informieren. Die Bedenken seien ausgeräumt worden, erklärte Pressesprecher Peter Reuters am Montag im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Kreispolizei sei froh, dass die offenen Fragen geklärt worden seien, denn sie nutze gern auch die sozialen Medien.

Vergangene Woche hatte die Kreispolizei Wesel angekündigt, dass sie „aufgrund der unklaren Lage zur konzeptionellen Ausrichtung von Twitter“ auf weitere Tweets, also Mitteilungen auf dem Kurznachrichtendienst zunächst verzichten wolle. „Unsicher ist unter anderem, wie die Verifizierung von Accounts ablaufen soll.“

Hintergrund war ein Test von Twitter in den USA. Gegen eine gebühr konnten Nutzer ihren Account verifizieren lassen. Sie erhielten dann ein blaues Häkchen. Twitter stoppte den Test, als sich Accounts auf diese Weise für Institutionen, Unternehmen oder Prominente ausgaben. Die Kreispolizei Wesel befürchtete, dass so etwas auch in Deutschland möglich sein könnte, sich jemand für sie ausgibt und gegen eine Gebühr von Twitter ein blaues Häkchen bekommt. Dann wäre für die Bevölkerung schwerer zu erkennen gewesen, welche Informationen von der Kreispolizei auf Twutter verbreitet werden – und welche von einem Fake-Account.

Über das NRW-Innenministerium sei aber die Information gekommen, dass Accounts wie der Account der Kreispolizei Wesel durch ein graues Häkchen als verifiziert erkennbar seien und dieses graue Häkchen auch für Accounts wie denjenigen der Regierungen reserviert blieben. Damit seien die Bedenken ausgeräumt, sagte Reuters. Deshalb habe die Kreispolizei Wesel ihren Tweet von vergangener Woche, in dem die Pause angekündigt worden war, wieder gelöscht. In den nächsten Tagen würden auch wieder Informationen über Twitter veröffentlicht.

Das NRW-Innenministerium teilte am Montag dazu auf eine Anfrage unserer Redaktion von vergangener Woche mit, dass es „weiterhin Tweets auf Twitter veröffentlichen“ werde. Grundsätzlich betrieben alle 50 Polizeibehörden einen Twitterkanal, um Meldungen über Fahndungen, die Kriminal- und Verkehrsprävention, den Opferschutz oder die Personalwerbung darüber zu veröffentlichen. Eine Weisung, Twitter zukünftig nicht zu nutzen, gebe es vom NRW-Innenministerum nicht. twitter sei für die Kommunikation der Polizei mit den Menschen in NRW aber nur ein Baustein. Hauptsächlich informiere die Polizei über Einsätze und besondere Lagen über ihre eigenen polizeilichen Internetseiten sowie über die traditionellen Medien. Social Media werde ergänzend genutzt, um die Reichweite der Informationen zu erhöhen. Alle Twitteraccounts der Polizei Nordrhein-Westfalen seien verifiziert und durch einheitliche Gestaltungsvorgaben als echte Polizeiaccounts erkennbar.

(wer)
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