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Triathlon 2022 Xanten: Starker Saisonabschluss an der Südsee

36. Nibelungen-Triathlon in Xanten : Starker Saisonabschluss an der Südsee

Profi Tom Hug aus Bayreuth gewann den 36. Nibelungen-Triathlon in Xanten. Gute Laune hatte auch ein Xantener Triathlet. Fernando Concha, der für das Team Rheinberg startet, wurde Zweiter.

Er war dann doch da, der Gesamtsieger des letzten Nibelungen-Triathlons des TuS Xanten von 2019 über die Olympische Distanz. Und Timo Schaffeld, der am frühen Sonntagmorgen fürs Landesliga-Team von RW Oberhausen startete, war erneut schnell unterwegs, doch für Rang eins reichte es diesmal nicht Der 26-Jährige gewann bei der 36. Auflage des Dreikampfs in der Römerstadt in 1:58:04 Stunden „nur“ die Liga-Konkurrenz. Der Gesamtsieg ging an Tom Hug, einem Triathlon-Profi vom SV Bayreuth. Er setzte sich in 1:52:12 Stunden die Krone auf. Über 1320 Aktive hatten sich eine Startnummer gesichert.

Schaffeld, der Anfang Oktober bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii in seiner Altersklasse einen Podiumsplatz erreichen möchte, nahm’s locker. So kannte er seine Zielzeit am Mittag kurz vor der Siegerehrung noch gar nicht. „Ich wollte hier nochmals Tempohärte trainieren, das Material checken, da mein Rad in Reparatur war, und mit meiner Mannschaft in die Verbandsliga aufsteigen. Da lag mein Fokus nicht auf der Zeit, sondern mehr auf den Platzziffern.“

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Ringo Haupt, der Triathlon-Abteilungsleiter des ausrichtenden Vereins, freute sich, dass Schaffeld doch wieder in Xanten vorbeischaute: „Es ist immer toll, wenn ein Sportler seiner Klasse dabei ist. Ich hatte erst am Freitag erfahren, dass er beim letzten Saison-Wettkampf in der Landesliga startet.“ Der Nibelungen-Triathlon sei ein Pflichttermin für ihn, wenn keine internationalen oder nationalen Meisterschaften anstehen, sagte der Oberhausener. „Es ist sehr familiär hier. Man bekommt viel von der Stimmung am Streckenrand mit. Außerdem hat in Xanten meine Karriere so richtig begonnen. 2015 war ich zum ersten Mal hier.“ Im nächsten Jahr wird Timo Schaffeld dann als Profi seinen Sport betreiben.

Der 26-Jährige kam während der letzten Disziplin, dem Lauf über zehn Kilometer, auch an Barbara Elsemann vorbei. Sie gehörte dem Helferteam an und reichte den Teilnehmern am Versorgungsstand kurz hinter der Klappbrücke in Wasser getränkte Schwämme an. Für Elsemann, Mitglied der Radsport-Abteilung des TuS, war klar, dass sie auch nach der Corona-Pause wieder als Helferin am Streckenrand stehen wird. „Ich habe den Nibelungen-Triathlon in den vergangenen zwei Jahren schon vermisst: Er ist ein fester Bestandteil im Jahresablauf.“

Einige Meter weiter Richtung Radwendepunktstrecke drückte Laura Ritzkowski ihrem Freund Pascal Leifeld die Daumen. Die Oberhausenerin hielt ein selbst gemaltes Pappschild in der Hand. „Quäl Dich, Du Sau!“ war darauf in Großbuchstaben zu lesen. „Pascal muss schließlich sehen, wer ihn anfeuert. Ich möchte mithelfen, dass er unter zwei Stunden ins Ziel kommt. Das hat er sich vorgenommen.“

Eine Finisher-Medaille im Zielbereich bekam auch Fernando Concha umgehängt. Der 37-jährige Xantener vom Triathlon Team Rheinberg gewann über die Olympische Distanz seine Altersklasse in 2:10:03 Stunden und wurde Zweiter in der Gesamtwertung hinter Tom Hug. Nach dem 1,5 Kilometer langen Schwimmen in der Südsee und den 40 Kilometern auf dem Rennrad ging er als Zweiter auf die Laufstrecke. Auf dem zweiten Kilometer fing der gebürtige Katalane Steffen Dornhöfer (Recklinghausen) ein und gab die Führung nicht mehr ab. „Es war für mich ein toller Abschluss einer langen Saison. 2023 wird die Challenge Roth mein persönliches Highlight sein“, meinte Concha. Als Belohnung für seinen Sieg in der Altersklasse 35 in Xanten bekam er von seinem Vereinskollegen Jens Gosebrink ein Bier gereicht.

Anstoßen auf einen erfolgreichen Triathlon konnte ebenfalls Sabine Lischka, die wie 2019 bei den Frauen triumphierte. Die Sportlerin vom Team Buschhütten gewann in 2:21:59 Stunden. In der Frauen-Wertung über die Draxi-Distanz blieb nur Christine Terweiden unter der magischen Grenze von einer Stunde. Sie siegte in 59:40 Minuten. Bei den Männern hatte Alexander Reichmann die Nase vorne, der in 54:32 Minuten die Konkurrenz hinter sich ließ.

Nachdem der letzte Triathlet die Ziellinie überquert hatte, zog Ringo Haupt ein positives Resümee: „Es hat alles gut geklappt. Es war zwar ungewöhnlich warm für Anfang September, aber es ist eben eine Sommersportart.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: So war der 36. Nibelungen-Triathlon in Xanten

(put)