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Tempo 20 in Xanten: Politik will Entscheidung auf Anfang 2022 verschieben

Verkehrsberuhigung in Xanten : Politik tritt bei Tempo 20 auf die Bremse

Die Debatte über die Verkehrsberuhigung in Xantens Innenstadt soll auf Anfang 2022 verschoben werden. Denn parallel laufen die Arbeiten am Mobilitätskonzept für das gesamte Stadtgebiet. Beides soll nicht unabhängig voneinander besprochen werden.

Die Entscheidung über Tempo 20 in der gesamten Xantener Innenstadt wird wahrscheinlich auf Anfang des Jahres 2022 verschoben. Dafür sprach sich der Planungsausschuss am Dienstagabend einstimmig aus. Die Entscheidung trifft der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am 7. Dezember. Durch die Verschiebung könnte die Verkehrsberuhigung in der Innenstadt zusammen mit den Maßnahmen des Mobilitätskonzepts für ganz Xanten besprochen werden.

CDU und Grüne hatten vor einem Jahr eine stärkere Verkehrsberuhigung in der Innenstadt beantragt. Die Verwaltung legte dazu jetzt ein Konzept vor. Demnach soll die erlaubte Höchstgeschwindigkeit innerhalb der Wallmauern von 30 auf 20 Kilometer pro Stunde gesenkt werden. Zusätzlich sind auf der Rheinstraße und dem Ostwall bauliche Veränderungen geplant, um den Verkehr abzubremsen. An mehreren Stellen sollen Baumkübel aufgestellt und Beete angelegt werden, um die Fahrbahn enger zu machen. Außerdem sollen Sitzelemente aufgestellt werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Die Verwaltung hofft auf Zuschüsse in Höhe von 180.000 Euro und rechnet mit einem Eigenanteil der Stadt von knapp 78.000 Euro.

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Parallel dazu laufen die Arbeiten am Mobilitätskonzept für das gesamte Stadtgebiet. Politik und Verwaltung haben sich gerade auf Ziele der Verkehrspolitik für die nächsten Jahre geeinigt. In den kommenden Wochen wollen sie dafür konkrete Maßnahmen besprechen. Deswegen fragte Olaf Finke (SPD) im Planungsausschuss, warum getrennt davon über ein Verkehrsberuhigungskonzept für die Innenstadt gesprochen und nicht erst das Mobilitätskonzept fertig gemacht werde.

Daraufhin schlug Xantens technischer Dezernent Niklas Franke vor, die Entscheidung über Tempo 20 auf Anfang 2022 zu verschieben. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Zeit dränge. Die Stadt hofft auf Fördermittel für die Umsetzung der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt. Das passende Förderprogramm laufe aber Ende 2022 aus, und vorher müsse alles realisiert sein, wofür es einen Zuschuss gebe, sagte Franke.

Tanko Scholten (Forum Xanten, Fox) regte noch an, dass die Bewohner der Innenstadt vorher zu den Maßnahmen der Verkehrsberuhigung befragt werden. Das soll im Rahmen einer Bürgerbeteiligung zum Mobilitätskonzept erfolgen, wahrscheinlich im Februar.

(wer)