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TB Transit ist mit Erdarbeiten für neuen Aussichtsturm in Sonsbeck fertig

Aussichtsturm in Sonsbeck : Ein Berg in Bewegung

Das Sonsbecker Unternehmen TB Transit hat mit den Erdarbeiten rund um den geplanten Aussichtsturm am Dürsberg begonnen. Als Vorbereitung für die Montage des Wahrzeichens müssen Hunderte Kubikmeter Material versetzt werden.

Krachend fällt der Schotter aus dem Kipplaster auf den Weg vors Fundament. Es ist heute schon die fünfte Fuhre, die Heinz Weyenberg zum Dürsberg gefahren hat. „Aber auch die letzte“, wie der Mitarbeiter der Firma TB Transit aus Sonsbeck meint. Acht weitere Ladungen waren schon Freitag hochgekarrt worden. Insgesamt 500 Kubikmeter Material werden bis zum Ende des Tages auf den Zuwegen und um das Fundament für das geplante Wahrzeichen der Gemeinde eingebracht sein.

„Der Schotter soll für die Standfestigkeit der schweren Arbeitsmaschinen sorgen“, erklärt Geschäftsführer Thomas Broich. Schließlich seien für die Montage des Aussichtsturms gewaltige Baukräne nötig. Und auch die Stahlkonstruktion selbst muss vor Ort stabil gelagert werden. Am Donnerstag hat TB Transit deshalb mit den Erdarbeiten begonnen. Rund eineinhalb Wochen später als geplant, nachdem der Wintereinbruch das Unternehmen zunächst ausgebremst hatte. „Jetzt liegen wir aber gut im Zeitplan. Bis zum Abend sind die Vorbereitungen fertig“, sagt Broich.

Dennoch machen die Schneemassen der vergangenen Woche dem Team auch jetzt noch zu schaffen. Denn vor der Ausbringung des Schotters mussten rund 300 Kubikmeter Mutterboden bewegt werden. „Durch den Schnee war der Erdboden aber komplett durchnässt“, sagt Broich. Das erschwerte nicht nur die Anfahrt von Radladern, Baggern und Co. Die Erde war zudem deutlich schwerer als üblich. Gelagert wird das Material einige Hundert Meter von der Baustelle entfernt. „Der Mutterboden wird nach der Montage wieder an seinen Ursprungsort gebracht“, erklärt Broich. „Wenn der Aussichtsturm steht, soll die Umgebung neu bepflanzt werden.“

Um den etwa zweieinhalb Meter breiten Fußpfad zum Aussichtsturm auf das für die Baumaschinen benötigte Maß von etwa zehn Metern zu bringen, mussten nämlich auch einige Büsche und Bäume weichen. Am Donnerstag nahm TB Transit die Rodungsarbeiten vor und entfernte zudem die Wurzeln aus dem noch matschigen Boden. „Auf Wunsch der Gemeinde sollten zwei Eichen und eine Buche allerdings erhalten bleiben“, so Broich. An diesen Bäumen wurden nur die Äste beschnitten, um eine Durchfahrt des Krans zu ermöglichen. „Momentan sieht es vielleicht etwas wüst aus. Am Ende bekommt die Natur aber ihren Platz zurück.“ Auch von dem Schotter bleibt schließlich kaum etwas übrig. Der wird nach den Bauarbeiten von dem Unternehmen wieder abgetragen und entsorgt.

Trotz der kurzen Halbwertzeit seines Werks geht Broichs Team engagiert an die Arbeit. Der Staub auf dem gerade gelieferten Schotterhaufen hat sich noch nicht gelegt, die letzten Steine kullern noch, da springt Vorarbeiter Pascal Schopmans schon in seinen Radlader und beginnt, mit der Schaufel das Material zu verteilen. Berthold Keienborg steht bereits mit dem Nivelliergerät bereit, um Höhenunterschiede auszuloten. Für die Feinarbeit greifen die Arbeiter dann zu Bagger und Schippe, ehe der Boden mit einer Rüttelplatte verdichtet wir. Der Bauweg ist vielleicht nicht für die Ewigkeit gebaut. Doch wie Schopmans erklärt: „Hier soll alles schön gerade werden. Schließlich wollen wir auch ein gerades Wahrzeichen haben.“