Tankrabatt ab 1. Juni An einer Tankstelle fiel der Spritpreis sogar um etwa einen Euro

Niederrhein · Der Tankrabatt ist in Kraft getreten. Auch in der Region sind die Preise gesunken, zum Teil deutlich – an einer Tankstelle in Alpen sogar um etwa einen Euro. Dort lag der Preis allerdings vorher auch bei 2,90 Euro. Die Erklärung des Betreibers.

 Am Mittwoch kam es immer wieder vor, dass Autofahrer an der Freien Tankstelle Steffens in Alpen warten mussten. Nach der Preissenkung war die Nachfrage groß, verteilte sich aber über den Tag.

Am Mittwoch kam es immer wieder vor, dass Autofahrer an der Freien Tankstelle Steffens in Alpen warten mussten. Nach der Preissenkung war die Nachfrage groß, verteilte sich aber über den Tag.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Durch den neuen Tankrabatt sind auch in der Region die Spritpreise am Mittwoch gefallen, zum Teil deutlich. Wie eine Übersicht des ADAC zeigte, kostete der Liter Super am frühen Nachmittag an Tankstellen in Xanten 1,88 Euro oder 1,89 Euro, in Alpen zwischen 1,89 und 1,93 Euro, in Rheinberg zwischen 1,88 und 1,92 Euro, in Sonsbeck zwischen 1,90 und 1,93 Euro. Am Vorabend hatten die Preise zum Teil noch deutlich über zwei Euro gelegen. Seit Mitternacht gilt eine deutlich niedrigere Energiesteuer in Deutschland.

Die größte Preissenkung in der Region nahm vermutlich die Freie Tankstelle Meurer in Alpen vor. Bei ihr hatte der Sprit am Montag und Dienstag noch 2,90 Euro pro Liter gekostet. Bis zum Mittwochmittag fiel der Super-Preis auf 1,89 Euro. Den Hintergrund erklärte Ron Meurer auf Nachfrage: Er habe seine Kraftstoffvorräte so kalkuliert, dass sie bis Dienstag reichen sollten. Aber am Sonntag seien ungewöhnlich viele Autofahrer gekommen. „Wir waren leer getankt.“ Deshalb habe er die Preise am Montag und Dienstag so hoch gesetzt, dass es auch niemand erst versuchte, bei ihm zu tanken. In der Nacht zu Mittwoch sei dann wie geplant der Kraftstofflieferant gekommen, und er habe wieder Sprit anbieten können – dann zu den neuen Preisen.

Mit einem Ansturm rechnete Meurer erst am Nachmittag oder Abend. Ähnlich äußerte sich Sabrina Steffens von der gleichnamigen Freien Tankstelle in Alpen. Am Vormittag sei die Nachfrage noch verhalten gewesen. Sie habe mit einem größeren Andrang gerechnet, berichtete Steffens. Später seien dann mehr Autofahrer gekommen. Auch bei ihr waren die Preise am Morgen deutlich gesunken: der Liter Super von 2,17 Euro auf 1,84 Euro, der Liter Diesel von 2,02 auf 1,86 Euro. Den Autofahrern sei die Freude anzusehen gewesen, dass eine Tankfüllung deutlich weniger koste, sagte Steffens.

Von Experten war erwartet worden, dass die Spritpreise am Mittwoch noch nicht überall abrupt fallen. Grund dafür ist, dass die gesenkte Steuer nicht beim Verkauf an der Zapfsäule, sondern ab Tanklager oder Raffinerie anfällt. Alle vor Mitternacht gelieferten Vorräte der Tankstellen wurden noch mit dem normalen höheren Steuersatz belastet.

(wer)