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Sonsbeck: Strom aus Biogas für Sonsbecker Bürger

Sonsbeck : Strom aus Biogas für Sonsbecker Bürger

Die Energie von der Balberger Straße gibt es deutlich günstiger als übliche Stromangebote.

Biogas ist als Energiequelle auf dem Vormarsch. Auch an der Balberger Straße in Sonsbeck produziert ein mit Biogas betriebenes Blockheizkraftwerk (BHKW) umweltschonend jede Menge Wärme und Strom. Und den können sich Sonsbecker nun kostengünstig sichern - bei ihrem nächsten Einkauf im Raiffeisenmarkt der AgriV (Agrar im Verbund) am Wildpaßweg.

"Wir bieten unseren Kunden bereits von Heizöl über Flüssiggas bis hin zu Holzpellets verschiedene Energieträger an. Nun nehmen wir in unserem Markt in Sonsbeck auch Strom in unser Angebot auf und schließen damit in diesem Bereich unser Portfolio", freut sich AgriV-Vorstand Stefan Nießing. Dabei ist der sogenannte Sonsbecker Landstrom kein gewöhnliches Produkt. "Es verbindet die ökologischen Interessen unserer Gemeinde mit günstigen Strompreisen", so der umweltbewusste Marktleiter Hans-Gerd Peters.

Bald flattern den im Umfeld der Anlage liegenden Haushalten entsprechende Angebote des AgriV-Kooperationspartners Biokraft ins Haus. Peters: "Unsere Kunden haben so die Chance auf günstigen und umweltschonend erzeugten Strom quasi von Zuhause. Und das von einem heimischen Anbieter. Das können wir nur unterstützen."

Die Biokraft Moers/Dinslaken ist ein Tochterunternehmen der ENNI Energie & Umwelt und der Stadtwerke Dinslaken. Sie betreibt an mehreren Standorten in Deutschland Biogas-BHKW und vertreibt regional den dort produzierten Strom und die Wärme. Die BHKW an der Balberger Straße hat sie jetzt gepachtet. Sie laufen tadellos und bringen es jährlich auf rund zwei Millionen Kilowattstunden Strom. Die erzeugte Wärme wird der Betreiber der Biogas-Anlage, Stefan Boßmann, weiterhin für eigene Zwecke nutzen.

Der Strom hingegen floss bislang ins Netz der Westnetz. "Diesen wollen wir nun direkt Sonsbecker Bürgern anbieten", so Biokraft-Vertriebschef Oliver Felthaus. So sollen in Sonsbeck mindestens 500 Kunden die Chance auf das neue Angebot erhalten und dabei mehr als 200 Euro gegenüber den Angeboten des Grundversorgers RWE sparen. "Unser Produkt ist so etwas wie eine eierlegende Wollmilchsau. Es ist umweltschonend, günstig und kommt obendrein aus der Nachbarschaft."

Ähnlich sieht dies Stefan Nießing, der dieses Kooperationsmodell auf möglichst viele AgriV-Standorte übertragen will: "Unsere Kunden interessieren sich stark für ressourcen- und umweltschonende Energieanwendung. Da ist es nur konsequent, auch Strom anzubieten. Das sind Energiewendeprojekte mit Zukunft." Nießing sieht einen weiteren Grund für die AgriV mit der Biokraft zu kooperieren: "Für Landwirte sind solche, mit nachwachsenden Rohstoffen betriebenen Anlagen schon lange interessant. Nun können sie auch den Bürgern zum Vorteil gereichen. Diesen Brückenschlag möchten wir gerne unterstützten."

www.biokraft.de

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(RP)