Sonsbeck: Straßenschäden nach Radweg-Bau

Sonsbeck: Straßenschäden nach Radweg-Bau

Morgen wird der dritte Abschnitt des Radwegs "Boxteler Bahn" eröffnet. Derweil monieren Anwohner etliche Schäden, die bei dessen Bau entstanden sind.

Für Anwohner der Reichswaldstraße, des Hufschen Wegs und für die Am Stielenberg waren die vergangenen Monate keine einfache Zeit. Durch den Ausbau des Alleenradwegs "Boxteler Bahn" sowie den Neubau der Brücke an der Reichswaldstraße waren die Anlieger Baustellenverkehr, Lärm und Dreck ausgesetzt, die Zu- und Ausfahrten der eigenen Grundstücke waren zeitweilig gesperrt, und Umleitungen erhöhten das Verkehrsaufkommen der umliegenden Straßen und Wege spürbar.

Über die Folgen der Bauarbeiten reichten die Geschädigten nun eine Beschwerde bei Bürgermeister Heiko Schmidt ein. Vor allem die geänderte Verkehrsführung sowie der An- und Abtransport der für den Bau benötigten Materialen sollen, so sagen es die Anwohner, zu Straßenschäden in einem erheblichen Umfang geführt haben.

In Teilbereichen sprechen die Anlieger sogar von Zerstörung der Fahrbahndecke. Die Schäden sollen dabei nicht nur den Asphalt betreffen, sondern ebenfalls die tiefere Trageschicht. Die Bürger befürchten, dass die Straßen bei kräftigen Regenschauern nun unterspült werden könnten.

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In ihrem Beschwerdeschreiben fordern die Nachbarn deshalb eine zeitnahe Sanierung. Diese Forderung untermauerte auch Anwohner Hubert Reckmann im jüngsten Hauptausschuss der Gemeinde: "Die Wege waren eigentlich in einem guten Zustand. Aber wenn nur ausgebessert wird, können aus unserer Sicht nur temporäre Verbesserungen erzielt werden."

Georg Tigler, Leiter des Bauamtes der Gemeinde Sonsbeck, nahm im Hauptausschuss ebenfalls Stellung zu der Angelegenheit: "Wir haben Ausbrüche bei den Einmündungen und Absetzungen im Straßenbereich und an den Rändern festgestellt. Diese waren teilweise bereits vorher da und sind durch den enormen Lkw-Verkehr verschlimmert worden. Die Verkehrssicherheit ist aber noch gegeben." Er schätzte die Kosten für die Sanierungs- und Ausbesserungsmaßnahmen auf etwa 100.000 Euro, davon allein 60.000 Euro für die Wiederherstellung der Einmündungsbereiche.

Da es sich hier allerdings um Folgen des Radwegebaus handele, könnten die Kosten eventuell auch aus den Fördermitteln zum Bau der "Boxteler Bahn" gedeckt werden. "Dazu werden wir in den kommenden Wochen Gespräche mit dem Fördermittelgeber führen", sagte Tigler. Bürgermeister Heiko Schmidt (CDU) betonte zudem, dass den Anliegern keine Kosten entstehen würden, da es sich nur um Ausbesserungsmaßnahmen handeln würde.

(RP)
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