Strandbad an der Südsee: Xantens neuer Swimming-Pool wird eröffnet

Strandbad an der Südsee : Xantens neuer Swimming-Pool wird eröffnet

Das Strandbad an der Xantener Südsee ist umgebaut worden. Wege, Strand, Toiletten, Schwimmbecken: Wir erklären, was neu ist.

Am Sonntag feiert das Freizeitzentrum Xanten (FZX) einen Meilenstein beim Umbau seiner Angebote zum Gesundheitstourismus: Mit einem „Tag der offenen Tür“ wird das neu gestaltete Strandbad mitsamt seines neuen Schwimmbeckens ab 12 Uhr offiziell freigegeben. Wir erklären, was verändert wurde.

Aussehen Die Anlage ist moderner und hübscher geworden. Strandhafer wurde angepflanzt, er ist nicht nur pflegeleicht und robust, sondern schafft auch eine Südsee-Atmosphäre. Zwei Plätze sind zu zentralen Treffpunkten ausgebaut worden. Dort bieten Eichen Schatten, um sie herum wurden Podeste errichtet, auf denen sich Gäste aufhalten können.

Das ist der barrierefreie Pool in der Xantener Südsee

Erreichbarkeit Alles ist besser zu erreichen. Stufen wurden entfernt, Wege begradigt und verbreitert, sie führen nun direkt zu den Umkleiden, den Liegeflächen und zum Strand. Außerdem wurden im Sand neue Wege aus Betonplatten angelegt. Dadurch ist es einfacher geworden, auf einem festen Untergrund bis zum Wasser zu kommen.

Platzangebot Eine weitere, große Sandfläche ist hinzugekommen, auf ihr sollen in der nächsten Saison noch Strohschirme und Liegen installiert werden. Die Rasenflächen wurden begradigt. „Die Gäste können nun auch von hinten auf den See schauen“, sagt Stephan Tietz, Projektleiter Förderprojekt Gesundheitstourismus Xantener Nord- und Südsee. Der Strand ist länger und flacher geworden, es wurde zusätzlicher Sand aufgeschüttet.

Toiletten Das Strandbad hat weitere Sanitär- und Umkleidegelegenheiten bekommen. „Früher mussten die Gäste weit laufen, um zur Toilette zu kommen, das ist jetzt nicht mehr so“, sagt Tietz. Im Abstand von mehreren Hundert Metern stehen mehrere Toilettenanlagen. Es wurden Edelstahlschüsseln mit Automatikspülung eingebaut, um Vandalismus zu verhindern.

Angebot für Alle Nicht nur die Wege wurden so angelegt, dass auch Rollstuhlfahrer bis zum Wasser kommen. Es wurde auch eine „Toilette für Alle“ errichtet. Dort gibt es zusätzlich einen Raum für schwer behinderte Menschen, in ihm sind eine Dusche, ein Kran, eine Liege und eine Toilette. Eine solche Sanitäranlage für Betroffene gebe es nur dreimal in Deutschland: in München, in Frankfurt/Main und jetzt auch in Xanten, sagt Tietz. Die Anlage wurde im vorderen Teil des Strandbades errichtet, damit der Weg zum neuen, barrierefreien Schwimmbecken kurz ist.

Schwimmbecken Etwa 60 Meter vom Strand entfernt liegt das neue, barrierefreie Schwimmbecken. Es ist 25 Meter lang, 12,5 Meter breit und 1,35 Meter tief, also für Nichtschwimmer geeignet. Sie können nun mitten in der Xantener Südsee baden, ohne dass sie weit hinaus schwimmen müssen. Sie können einfach über den rund 60 Meter langen Steg bis zum Becken gehen und ins Wasser springen oder sich auf den Rand setzen und sich ausruhen. Künftig sollen auch Kurse angeboten werden, zum Beispiel Aqua-Fitness und Wassergymnastik. Das Becken ist keine geschlossene Wanne, sondern durchlässig – es wird vom Wasser der Südsee durchspült. Es schwimmt durch seinen eigenen Auftrieb und liegt ruhig im Wasser. Der Beckenrand wird durch Tanks gestützt.

Treppen statt Kran Nach Absprache mit Betroffenen wurde beim barrierefreien Schwimmbecken auf einen Kran verzichtet. Menschen mit Behinderung gelangen stattdessen über eine Treppe ins Wasser. Die Stufen haben einen kleinen Abstand, links und rechts gibt es Griffe. „Das Becken ist für Betroffene, die selbstbestimmt schwimmen gehen können“, erklärt Tietz. Beim FZX hätten sie zuerst über einen Kran nachgedacht, aber Betroffene hätten ihnen davon abgeraten. „Uns haben Rollstuhlfahrer gesagt, dass sich niemand vor Tausenden Menschen an einen Kran hängen lässt, um ins Becken gehoben zu werden.“

Eintrittspreis Erwachsene zahlen nun sechs statt fünf Euro, Kinder sowie Jugendliche bis 16 Jahre drei Euro und Familien mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern 16 Euro. Dafür können sie den ganzen Tag bleiben. Ab 17 Uhr kostet der Eintritt drei Euro (Erwachsene) und 1,20 Euro (Kinder und Jugendliche).

Das neue Schwimmbecken liegt etwa 60 Meter vom Strand entfernt und ist über einen Steg zu erreichen (Archiv). Foto: Christoph Reichwein (crei)
Strandbad Xantener Südsee / Bilder zeigen Beispiele, was sich durch den Umbau geändert hat. Foto: RP/Markus Werning
Strandbad Xantener Südsee / Bilder zeigen Beispiele, was sich durch den Umbau geändert hat. Foto: RP/Markus Werning
Strandbad Xantener Südsee / Bilder zeigen Beispiele, was sich durch den Umbau geändert hat. Foto: RP/Markus Werning
Das neue Schwimmbecken liegt etwa 60 Meter vom Strand entfernt und ist über einen Steg zu erreichen. Links: Am Strand wurden neue Strohschirme aufgestellt. Rechts: Der Sprungturm und der Aqua-Park sind beliebte Attraktionen. Foto: Fischer, Armin (arfi)
Links: Ein etwa 60 Meter langer Steg führt zum neuen Schwimmbecken, das in der Südsee liegt. Mitte: es wurden neue Toilettenanlagen errichtet. Rechts: Die Plätze an den zwei Eichen wurden zu Treffpunkten ausgebaut. Foto: RP/Markus Werning
Strandbad Xantener Südsee / Bilder zeigen Beispiele, was sich durch den Umbau geändert hat. Foto: RP/Markus Werning

Gesundheitstourismus Der Umbau des Strandbads zu einem Naturbad ist Teil einer größeren Investition an der Süd- und Nordsee. Das FZX, wozu die beiden Gewässer gehören, baut sein Angebot im Gesundheitstourismus aus. Das 245 Hektar große Wasser- und Freizeitareal gewinnt dadurch weiter an Attraktivität. Das FZX investiert dafür zusammen mit dem Land Nordrhein-Westfalen 3,7 Millionen Euro.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist das neue Strandbad Xantener Südsee

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