St. Sebastianus Bezirksverband: Neue Bezirksstandarte im Xantener Dom geweiht

St. Sebastianus Bezirksverband : Neue Bezirksstandarte im Xantener Dom geweiht

Der St. Sebastianus Bezirksverband hat eine neue Bezirksstandarte. Sie kostete 5000 Euro. Den Großteil der Summe brachten die Schützen selbst auf, die fehlenden 1000 Euro spendete die Sparkasse.

(RP) Am zweiten Adventssonntag veranstaltete der St.-Sebastianus-Bezirksverband Moers seinen jährlichen Einkehrtag bei der St.-Helena-Bruderschaft Xanten. Rund 100 Schützen aus den 33 angeschlossenen Bruderschaften kamen zur Messe in den Xantener Dom. Im Mittelpunkt stand die Weihe der neuen Bezirksstandarte durch Kaplan Christoph Potowski. Sie war nach einem Entwurf von Karlheinz Kamps aus Borth von der Fahnenfabrik Kössinger angefertigt worden.

An der alten Standarte von 1949 hatte der Zahn der Zeit genagt, sodass man beschloss, eine neue Standarte anzuschaffen. Neben einigen Spenden wurde zur Finanzierung ein St.-Sebastianus-Abzeichen aufgelegt und fast 1000 Stück an die Schützen verkauft. Die fehlenden 1000 Euro kamen von der Sparkasse am Niederrhein. Bezirksbundesmeister Wilhelm Willemsen bedankte sich für die Spende bei Vorstand Frank-Rainer Laake, der betonte: „Unserer Sparkasse liegt die Pflege von Brauchtum und Tradition am Herzen.“

Nach der Messe ging es ins Haus Michael, wo die St.-Helena-Bruderschaft den Teilnehmern ein Frühstück bereitet hatte. Der Einkehrtag stand – wie auch das Referat von Kaplan Potowski – unter dem Leitgedanken: „Ist es noch zeitgemäß, hinter einer Fahne oder Standarte herzulaufen? Oder müssen wir gerade heute Flagge zeigen?“ Das Thema wurde von den Zuhörern diskutiert. Die alte Standarte wird künftig im Veener Heimatmuseum zu sehen sein – dort, wo 1924 der Bezirksverband als St.-Sebastianus-Kreisbund Moers gegründet wurde. Die Standarte wurde seinerzeit von Emil Underberg sen. gestiftet und am 17. Juni 1949 in der Abteikirche Kamp geweiht.

Die allererste Standarte des Kreisbundes war 1930 von Kommerzienrat Hubertus Underberg gestiftet worden, nachdem er wegen der Verdienste des Hauses Underberg um den Kreisbund zum Ehrenbundesmeister ernannt wurde.

Der Kreisbund hatte sich auf der Delegiertentagung im Juli 1936 gegen eine Eingliederung in den nationalsozialistischen Schützenbund ausgesprochen, um dem Leitsatz „Für Glaube, Sitte und Heimat“ treu zu bleiben. Daraufhin wurde der Kreisbund durch die Gestapo aufgelöst.

(RP)