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Rheinberg: An der Europaschule Rheinberg sind 111 neue Fünftklässler eingeschult worden

Europaschule Rheinberg : Ein altes Segelschiff als neue Leseecke

Die neuen Fünftklässler der Europaschule können sich über ein ganz besonderes Begrüßungsgeschenk freuen. Schülerinnen der letztjährigen zehnten Klasse bauten ihnen eine Leseecke.

(RP) Aufgeregte Gesichter von Kindern und ihren stolzen Eltern konnte man sehen: Es war wieder soweit. Nach den Sommerferien wurden 111 Mädchen und Jungen an der Europaschule Rheinberg aufgenommen, wo sie ihre schulische Laufnbahn fortsetzen. Traditionsgemäß wurden sie an ihrem ersten Schultag mit einer Feierstunde in der Stadthalle begrüßt.

Eingestimmt auf ihren Neuanfang durch den vorausgegangenen ökumenischen Gottesdienst, den Schüler der sechsten Klassen vorbereitet hatten, strömten Kinder, Eltern und Lehrer in die Stadthalle und warteten gespannt auf das Programm. Programmpunkte aus den Bereichen Musik, Improvisation und Theater begeisterten die Neulinge restlos. Eine Interpretation von Aschenputtel erhielt den kräftigsten Applaus. Bürgermeister Frank Tatzel und Norbert Giesen, Schulleiter der Europaschule Rheinberg, begrüßten die neuen Fünftklässler und gaben ihnen viele gute Wünsche mit auf ihren vor ihnen liegenden Weg.

Der zweite Schultag führte die Neuankömmlinge zum Standort „Pulverturm“. Dort werden sie von nun an ein Jahr lang von engagierten Klassenlehrerteams in das neue Schulsystem eingeführt. Allen Lehrern ist es wichtig, dass sich die Schüler der fünf Klassen in der Schule wohlfühlen.

Damit die neuen Klassenräume wie ein zweites Zuhause werden, entwickelten Schülerinnen des letzten zehnten Jahrgangs im Rahmen des Unterrichts „Wir-Für-Uns“ eine ganz besondere Idee: Sie gestalteten ein altes Holzschiff der Segel-AG und bauten es mit Decken und Kissen zu einer Leseecke um. Hier können sich die Kinder der Klassen fünf nun in Pausen oder während ihrer Lesezeit hineinlegen und gemütlich ein Buch lesen. Außerdem können auf dem Segel alle Kinder unterschreiben und sich so noch lange an ihren ersten Tag an der neuen Schule erinnern. „Das sieht aus wie ein altes Piratenschiff“ sagte Leon, „echt cool.“

Mit dem Projekt „Leseecke“ haben die „Großen“ Verantwortung für die „Kleinen“ übernommen. So schließt sich der Kreis. Auch diese Schülerinnen haben einmal aufgeregt am Pulverturm gestanden und voller Hoffnung, aber dennoch ein wenig unsicher, in ihre Zukunft geschaut. Im Juli haben sie ihren ersten Schulabschluss geschafft und beginnen nun in der Oberstufe einen neuen Lebensabschnitt.