Rheinberg: Nach 18 Jahren als Obermöhne ist Schluss

Rheinberg: Nach 18 Jahren als Obermöhne ist Schluss

Ein wenig Wehmut ist zu spüren, wenn Martina Thiemann die 18 Jahre als Obermöhne Revue passieren lässt. "Ich habe schließlich von drei unterschiedlichen Bürgermeistern beim Rathaussturm den Schlüssel bekommen. Nur Ute Schreyer hat keinen Stadtschlüssel weitergegeben", fügte sie an. In Zukunft führt ein jeckes Dreigestirn Rheinbergs Alte Weiber an.

In diesem Jahr wird Silke Geerkens den Stab, der liebevoll Walburga genannt wird, schwingen. Im kommenden Jahr Simone Denzau oder Sandra Tappe. "Das werden wir noch klären", schmunzeln die Damen. Besondere Erinnerungen hat Martina Thiemann an ein Ereignis, als eine männliche Möhne auf der Damentoilette entdeckt wurde. "Den haben wir aber sofort aus dem Kamper Hof gejagt." Obermöhne wollte sie eigentlich nie werden. "Meine Vorgängerin, Lisa Hausmann, ist damals zum Präsidenten der Rhinberkse Jonges, Winni Nickenig, gegangen und hat gesagt: ,Die Martina, die macht das schon!´ Und schon hatte ich den Posten." Aber ganz zieht sie sich nicht zurück. Thiemann arbeitet weiter in der SoKo Altweiber, die aus sieben Frauen und einer männlichen Quotenmöhne besteht. "Wir haben es hinbekommen, dass im vergangenen Jahr 112 Möhnen am Umzug teilgenommen haben", so Thiemann. Mit dem diesjährigen Motto "Breng noch eene met" soll diese Zahl noch übertroffen werden.

Sowohl Thiemann als auch Geerkens wünschen sich, dass zu den Möhnen ebenfalls viele große und kleine Narren ins Stadthaus kommen.

  • St.-Evermarus-Bruderschaft Borth : Preise und Pokale wurden ausgeschossen

Eines ist Martina Thiemann zum Abschluss noch sehr wichtig: "Ich bedanke mich bei allen Frauen und Mädchen, die mich immer an diesem besonderen Tag begleitet und unterstützt haben."

(RP)
Mehr von RP ONLINE