Europaschule Rheinberg: Das Zauberwort lautet Partizipation

Europaschule Rheinberg: Das Zauberwort lautet Partizipation

Die Europaschule Rheinberg (ESR) ist eine moderne Ganztagsschule. Schüler, Lehrer, Eltern, pädagogische Mitarbeiter, Sekretärinnen, Hausmeister und noch viele Menschen mehr verbringen hier täglich mindestens acht Stunden ihrer Lebenszeit.

Dazu ist es unabdingbar, dass sich alle Beteiligten an dieser Schule rundum wohlfühlen können. Sie müssen sich mit der Schule identifizieren können.

Am Mittwoch, 16. Mai, konnten sich acht Schulen aus dem gesamten Regierungsbezirk, nach der Begrüßung durch Schulleiter Norbert Giesen, darüber informieren und sich gleichzeitig anschauen, wie das gelingt: Partizipation ist das "Zauberwort" - ein Wort, mit dem viele zunächst nichts anfangen können, bedeutet aus dem Lateinischen übersetzt: "Mitwirkung".

Dahinter verbirgt sich ein ausgefeiltes Konzept, welches Lehrer und Schüler aber ebenso Eltern und außerhalb des Schulbetriebs befindliche Spezialisten in den Schulalltag einbindet. Zum Beispiel finden sich Eltern und Schüler in vielen Gremien der Schule, in denen wichtige Entscheidungen für deren permanente Weiterentwicklung gefällt werden. Sie nehmen regelmäßig an Schulkonferenzen teil, sie haben einen Sitz im Didaktischen Ausschuss, in dem bestehende pädagogische Konzepte bewertet und andere neu entwickelt werden. Außerdem haben Schüler an der ESR Verantwortung als Schulfach in den Stundenplan eingebunden. Bilanzabende, ein Klassenrat, der in jeder Klasse implementiert ist, Mensarat und Beratungstage runden das demokratische Prinzip der Europaschule Rheinberg ab.

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Mit dem Fach "Wir für uns" betätigen sie sich jenseits von Mathe, Deutsch oder Biologie für das Gemeinwohl der Schule. Isa, die Service Agentur Ganztägiges Lernen, hatte zu einer Veranstaltung mit dem Thema Partizipation eingeladen und die Europaschule Rheinberg als Gastgeber ausgesucht. Zwei Spezialisten des Ministeriums für Bildung - Dörthe Heinrich und Gerda Eichmannn-Ingwersen - moderierten diesen Tag und gaben allen Anwesenden die Gelegenheit, sich über das Gesehene auszutauschen, um voneinander zu lernen. Es gab Vorträge von Matin Reichert, dem Didaktischen Leiter der Schule und Thomas Ververs, dem für den Ganztag maßgeblich zuständigen Kollegen.

Besonders erwähnenswert ist der Einsatz von engagierten Schülern der elften Jahrgangsstufe. Sie erklärten den Gästen an Schaubildern die Bausteine des Partizipationskonzepts der ESR. In einem Museumsgang konnte man sich elf Bausteine der Mitwirkung ansehen und von den Schülern erklären lassen. Neele Dietz erklärte den Gästen zum Beispiel die Agenda 2020, also den Fünf-Jahres-Plan, in dem drei wertende Projekte und zwei zukünftige Projekte bearbeitet werden. Marit Hinrichsen informierte über die Besonderheiten des Beratungstages, an dem die Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt stehen.

Das Feedback der Gäste war sehr gut. Sie waren beeindruckt von dem Partizipationskonzept der Europaschule Rheinberg und der Qualität der Schülervorträge und deren engagiertem Einsatz. Partizipation ist also eine bedeutsame Komponente für erfolgreiche Zusammenarbeit im Schulalltag. (kt)

(RP)