Stadt Xanten verlängert Streifendienst gegen Vandalismus bis September

Vandalismus : Xanten will Streifendienst in der Stadt bis September verlängern

Die Kosten seien aufgrund des zu erwartenden Rückgangs der Vandalismusschäden vertretbar. Der Streifendienst habe sich bislang bewährt, sagt Bürgermeister Thomas Görtz.

Der zunehmende Vandalismus kommt der Stadt teuer zu stehen. Im Jahr 2017 musste sie für die Behebung der Schäden rund 81.000 Euro ausgegeben. Teuerste Position war ein zerstörtes Foliendach auf dem Forum mit rund 53.000 Euro. Im vergangenen Jahr waren es sogar noch einmal 5000 Euro mehr. Auch hier ging es hauptsächlich um das Dach. Hinzu kommen Reparaturen an Straßen- und Weglampen und an Pollern, Graffitibeseitigung, mutwillige Zerstörung von Türen, Fensterscheiben und einiges mehr. „Diese Kosten werden von keiner Versicherung gedeckt“, sagte Bürgermeister Thomas Görtz im Hauptausschuss. „Insgesamt stellt sich daher die Frage, wie dem Phänomen Vandalismus begegnet werden kann.“

Die Stadt setzt nicht nur auf Videoüberwachung an exponierten Stellen, sondern schickt seit Januar auch einen privaten Sicherheitsdienst auf Streife. Mit Erfolg: Die Mitarbeiter treffen selbst in der tiefsten Nacht Personen auf den Schulgeländen an. Selbst kalte Wintertemperaturen hielten sie nicht davon ab. Viele Platzverweise mussten ausgesprochen werden. „Gerade diese Tatsache gibt Anlass zur Sorge, dass sich dieses Phänomen zur Frühlings- und Sommerzeit noch verstärken wird“, befürchtet Görtz.

 Er rechnet mit weiteren rund 45.000 Euro bis zum Jahresende für die Streifengänge. Angesichts der zu erwartenden geringeren Vandalismusschäden und der damit verbundenen Kosteneinsparung sei diese Summe aus Sicht der Verwaltung vertretbar. Zudem müsste sonst das Ordnungsamt qualifiziertes Personal zusätzlich einstellen.

Der Hauptausschuss stimmte einer Fortsetzung des Projekts zu, begrenzte diese Erprobungsphase aber nur auf weitere sechs Monate bis Ende September. Man sollte es eine gewisse Zeit begleiten und wenn der Bericht vorliegt, entscheiden, wie es 2020 damit weitergehen soll, meinte Pankraz Gasseling (CDU). Olaf Finke (SPD) erklärte, dass eine reine Videoüberwachung nicht ausreiche. „Wir müssen unser öffentliches Eigentum schützen.“ Peter Hilbig sprach sich für die FBI allerdings gegen die Streife aus. „Das ist nicht die richtige Lösung“, sagte er. Die Polizei sehe es auch als eine gute Ergänzung ihrer Arbeit, hielt Görtz dagegen. Die Bevölkerung sehe dies ebenfalls positiv.

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