Xanten: Stabwechsel bei der Lebenshilfe

Xanten : Stabwechsel bei der Lebenshilfe

Geschäftsführerin Verena Birnbacher wechselt zum Sozialwerk St. Georg. Ihr Nachfolger wird Mike Stefan Töller.

13 Jahre hat Verena Birnbacher als Geschäftsführerin die Geschicke der Lebenshilfe Unterer Niederrhein gestaltet, jetzt schlägt die 49-Jährige neue Wege ein: Zum 15. März wird sie aus der Geschäftsleitung ausscheiden und eine neue Führungsposition beim Sozialwerk St. Georg in Gelsenkirchen übernehmen. Das soziale Dienstleistungsunternehmen stellt in Nordrhein-Westfalen Hilfen für Menschen mit geistiger oder psychischer Behinderung sowie Suchterkrankung bereit und beschäftigt etwa 2200 Mitarbeiter.

"Ich verlasse die Lebenshilfe mit einem lachenden und einem weinenden Auge", begründet Verena Birnbacher ihre Entscheidung. "Einerseits möchte ich mich noch einmal verändern und habe deshalb eine neue Herausforderung gesucht", so die scheidende Geschäftsführerin. "Andererseits gehe ich mit Wehmut, denn es war eine tolle Zeit mit tollen Menschen und sehr viel Herz - darauf blicke ich dankbar zurück."

Vom Vorstand der Lebenshilfe kommt angesichts der Leistungen von Verena Birnbacher ein dickes Lob: "An der positiven Entwicklung der Lebenshilfe in den letzten 13 Jahren hat Verena Birnbacher entscheidenden Anteil gehabt", so Lebenshilfe-Vorsitzender Werner Esser. Ihrem Engagement sei es zu verdanken, dass sich die Lebenshilfe in ihren Aufgabenfeldern beständig fortentwickelt und neuen Herausforderungen offen und erfolgreich angenommen habe. "Der gesamte Vorstand hat Verena Birnbacher großen Dank ausgesprochen für ihre Tätigkeit. Wir bedauern ihren Weggang sehr, aber wir respektieren natürlich auch ihren Wunsch nach Veränderung", so Esser.

Zum 1. April wird Mike Stefan Töller ihr Nachfolger. Mit dem 48-Jährigen gewinnt die Lebenshilfe eine erfahrene Führungskraft hinzu. Er hat zuletzt als stellvertretender Direktor im Berufsförderungswerk Oberhausen Personalverantwortung für 200 Mitarbeiter und rund 1200 Menschen in Rehabilitation getragen.Der Diplom-Betriebswirt wird bei der Lebenshilfe Unterer Niederrhein zunächst die Gesamtgeschäftsführung übernehmen. Es ist jedoch geplant, die Führungsverantwortung in der Lebenshilfe in naher Zukunft neu zu strukturieren. Wie Werner Esser gestern gegenüber der RP erklärte, sei schon seit längerem darüber nachgedacht worden, die Verantwortung für die unterschiedlichen Bereiche auf mehrere Schultern zu verteilen. "Insgesamt sind wir zuversichtlich, dass die Lebenshilfe Unterer Niederrhein ihre positive Entwicklung fortsetzen und noch viele Jahre zum Wohl der Menschen mit Behinderung in unserer Region tätig sein wird", so Esser.

Die Lebenshilfe Unterer Niederrhein mit Sitz in Rees-Groin betreibt Behindertenwerkstätten, Kitas, Häuser für betreutes Wohnen, Freizeiteinrichtungen und Beratungsstellen an den Standorten Rees, Wesel, Mehrhoog, Emmerich, Xanten und Alpen. In den Werkstätten arbeiten rund 900 Behinderte, 350 Kinder sind in den Kitas untergebracht, 150 Menschen wohnen in den Häusern der Lebenshilfe, die zusätzlich rund 700 nicht-behinderte Mitarbeiter beschäftigt.

(RP)
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