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Xanten: St.-Martin-Schützen feiern Richtfest

Xanten : St.-Martin-Schützen feiern Richtfest

Die Bauarbeiten am neuen Schießstand der Vynener Bruderschaft macht gute Fortschritte. Einweihung im Herbst.

Richtfest feierte die St.-Martin-Schützenbruderschaft am neuen Schießstand, der als Anbau am Karl-Leisner-Heim entsteht. Mit einigen kräftigen und gezielten Hammerschlägen trieb Brudermeister Heinz Stiers den letzten großen Metallnagel in einen Balken der Holzkonstruktion des Dachs. Baustatiker Norbert Schmitz sprach den Richtspruch, ließ obligatorisch ein Glas zersplittern und erntete Applaus von den zahleichen ehrenamtlichen Helfern. Diese Schützenbrüder hatten noch bis kurz vor dem Richtfest selbst mit Kreissägen, Hämmern und Nägeln auf dem Dach hantiert.

Mit dem Neubau des Schießstandes setzt die Bruderschaft ein positives Zeichen für den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft. Man bewies Mut, der Achtung und Respekt verdient. Denn hohe Hürden galt es im Vorfeld für Brudermeister Heinz Stiers und seine Mitstreiter zu überwinden. Die Planung startete 2011 und erst durch die Vermittlung von Propst Klaus Wittke konnte die Baugenehmigung am 5. März 2014 erfolgen. "Drei Tage später war der erste Spatenstich", berichtete Stiers.

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"Die Errichtung eines Luftgewehrschießstandes war dringend notwendig. Wir haben gute und motivierte Jungschützen, es fehlte an Trainingsmöglichkeiten. Der zentrale Standort hier ist einfach ideal", sagte Stiers. Fünf Schießstände werden in dem neuen Gebäude zur Verfügung stehen. Der Neubau war nötig geworden, weil die Bruderschaft ihren alten Schießstand, den sie vor 16 Jahren in einem ehemaligen Stall gebaut hatte, abgeben musste. Der neue Eigentümer meldete Eigenbedarf an. Die Bruderschaft hatte die Neubauplanung gut vorbereitet und Eigenkapital angespart. Als Spenden flossen Mittel aus dem Sportförderprogramm und der Sozialstiftung der Stadt Xanten. Dazu kamen großzügige Spenden von Mitgliedern und Geldinstituten. Einen enormen Anteil an der Finanzierung erzielte die Bruderschaft durch eine "Muskelhypothek": Rund 40 Schützenbrüder packen an der Baustelle mit an. An neun Wochenenden fertigten sie den Durchbruch vom Pfarrheim, konstruierten die Bodenplatte, zogen mit Feldbrandsteinen die Grundmauern hoch, bauten den Dachstuhl. "Die Bruderschaft hat in den paar Wochen Unglaubliches geleistet", sagte Bürgermeister Christian Strunk anerkennend. Diplom-Ingenieur Edmund Böhmer aus Marienbaum unterstüzt die Bruderschaft als Architekt.

"Jeden Mittwochabend trifft man sich auf der Baustelle, dann wird kalkuliert, was am Wochenende ansteht", sagte Heinz Stiers, der um weitere freiwillige Helfer warb. Die Fertigstellung und Einweihung des Schießstands ist für den Herbst geplant.

(wawi)