Zwetliga-Handballerinnen des TuS Lintfort gewinnen mit 30:27

Durch den Klasenerhalt beflügelt : TuS-Frauen bis in die Haarspitzen motiviert

Handball, 2. Liga: Lintfort legte den Grundstein zum 30:27 gegen die SG Herrenberg in der ersten Hälfte.

Den frühzeitigen Klassenerhalt sicher in der Tasche zu wissen, beflügelt und setzt weitere Kräfte frei: Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort zündeten über weite Strecken des Spiels gegen Kontrahent SG H2 KU Herrenberg ein sehenswertes Feuerwerk ab, wurden allerdings in der Schlussphase sehr nachlässig, so dass der 30:27 (17:8)-Erfolg ein wenig an Glanz einbüßte. Doch die Mannschaft um Trainerin Bettina Grenz-Klein hält nach zuletzt tollen 8:2 Punkten weiter direkten Kurs aufs Tabellenmittelfeld.

Die Gastgeberinnen waren bis in die Haarspitzen motiviert, obwohl der Kader ohne die bekannten Ausfälle von Vanessa Dings (private Gründe), Eva Legermann (Bänderanriss) und Annefleur Bruggeman (Bayer Leverkusen) ziemlich dünn besetzt war. Doch die TuS-Spielerinnen präsentierten sich umgehend als eine kampfstarke Einheit, die vor allem in der Defensive die Akzente setzte. Der Lintforter Verband arbeitete harmonisch miteinander, mit einer übergeordneten Laufbereitschaft. Und jede einzelne Spielerin brachte zudem viel Aggressivität auf die „Platte“, mit dem dazugehörigen, giftigen Zweikampfverhalten. Inske Kuik und Loes Vandewal organisierten und delegierten prima aus dem Zentrum heraus.

Im Angriff dauerte es doch einige Minuten, ehe der Rhythmus endlich gefunden war. Insbesondere Tatjana van den Broek machte ein Riesenspiel. Die niederländische Kreisläuferin riss in der Deckung immer wieder große Lücken, nutzte die auftretenden Freiräume clever und geschickt und warf neun sehenswerte Tore. Aber das große Plus war die mannschaftliche Geschlossenheit. Erneut wurden alle Positionen mit einbezogen. Ob eine Lisan van Hulten oder Katharina Ueffing – alle hatten ihre wichtigen Momente.

Herrenberg ließ sich ziemlich überrumpeln. Die Gäste wirkten in zahlreichen Angriffen plan- und orientierungslos, hatten kein probates Mittel, um Lintfort in Schwierigkeiten zu bringen. Die Dominanz des TuS Lintfort hielt auch bis weit in Hälfte zwei (26:16/45./30:22/53.). Die Mannschaft zeigte ihrem Gegner die Grenzen auf. In den Schlussminuten schlichen sich jedoch einige Unachtsamkeiten ein, die Quote der Fehlwürfe stieg, Herrenberg durfte nun Ergebniskosmetik betreiben. Mehr aber nicht.

„Wir haben die Partie sicher über die Zeit gebracht“, freute sich Grenz-Klein. „Die ersten 50 Minuten waren von uns überragend.“ Tore: van den Broek (9), Vandewal (5), Norup Isaken (4/1), Lambertz, van Hulten (je 4), Kuik, Ueffing (2).

(MB)
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