Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort Turnierzweiter

Handball-Frauen-Turnier : Lintfort macht Werbung in eigener Sache

Die Zweitliga-Handballerinnen unterlagen als Gastgeber eines Dreier-Turniers nur dem Favoriten aus Leverkusen.

Der Meisterschaftsstart rückt näher. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort stellen in dieser intensiven Phase der Vorbereitung wichtige Weichen. Der Verein richtete in der Eyller-Sporthalle ein stark besetztes Dreier-Turnier mit dem Bundesligisten Bayer Leverkusen und dem niederländischen Ehrendivisionär V&L Geleen aus. Die drei Begegnungen wurden jeweils über die volle Spieldauer von zweimal 30 Minuten ausgetragen. Ganz vorne lagen am Ende die Gäste aus Leverkusen.

TuS Lintfort - Bayer Leverkusen 22:40 (12:18). Die Gastgeberinnen traten mit einem kleinen Kader an: Neben der Dauer verletzten Naina Klein (Kreuzbandriss) fielen diesmal auch die privat verhinderten Leonie Lambertz und Katharina Ueffing aus. Die ehemalige TuS-Spielerin Prudence Kinlend war’s, die den Bayer-Torreigen mit einer zuvor sehenswerten Körpertäuschung einleitete. Im folgenden Angriff stibitzte ihr Eva Legermann den Ball und traf zum 1:1.

Munter und ausgeglichen verlief der Auftakt allerdings nur bis zum 4:4. Bayer wurde im weiteren Verlauf seiner Favoritenrolle gerecht und erhöhte die Intensität. Der Bundesligist drehte vor allem an der Temposchraube und brachte die TuS-Defensive somit gehörig ins Laufen. Die zahlreichen Anspiele an die Bayer-Kreisläuferin waren präzise und gekonnt. Lintfort tat sich auch in der Offensive schwer. Auf der einen Seiten war es nicht leicht, sich gegen massive Bayer-Präsenz durchzusetzen. Aber den TuS-Spielerinnen fehlte es zudem an der Passgenauigkeit. Deutlich besser wurde es erst kurz vor dem Seitenwechsel.

Der Bundesligist hatte aber auch in den zweiten 30 Minuten immer den „Daumen drauf“. Die Mannschaft testet weiter, ohne jedoch groß an Qualität einzubüßen. Leverkusen hielt die Geschwindigkeit hoch. Lintfort verkaufte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten teuer – Lisan van Hulten hatte einige starke Momente und warf sehenswerte Tore. „Es war schön, sich mit so einer starken Mannschaft zu messen. Wir müssen aber weiter arbeiten“, betonte Trainerin Bettina Grenz-Klein. Tore: Vandewal (5/1), Legermann, van Hulten (je 4), Henschel (3), Kuhnert, Kaiser (je 2), Willing, Norup Isaksen.

TuS Lintfort - V&L Geleen 33:18 (17:10). Lintfort lieferte im Spiel gegen die Niederländerinnen eine richtig starke Leistung ab. Gerade die praktizierte 5:1-Deckung trat robust in Erscheinung und provozierte somit bei Geleen etliche leichte Fehler. Die Gastgeberinnen nahmen nach Ballgewinnen flott Tempo auf und übten vor allem mit der zweiten Welle Druck aus.

Die TuS-Spielerinnen konnten auch in den zweiten 30 Minuten ihr hohes Niveau halten, spielten im Angriff ruhig, besonnen und mit einer großen Portion Disziplin. Über allem stand aber die mannschaftliche Geschlossenheit – Geleen hatte nicht den Hauch einer Chance. „Mein Team hat sich als eine kampfstarke Einheit präsentiert“, lobte Grenz-Klein. Tore: Norup Isaksen (6/4), Kuhnert (6), Vandewal, Willing, Kaiser, Legermann (je 4), van Hulten, Henschel (je 2), Nijf.

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