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Zweite Jahreshauptversammlung des TuS Xanten findet am Freitag statt

TuS Xanten : Jahreshauptversammlung soll im zweiten Anlauf gesittet ablaufen

Nachdem die erste JHV im März abgebrochen werden musste, findet die Neuansetzung nun in der Mensa des Gymnasiums statt. Alle Beteiligten versprechen, diesmal besonnen vorzugehen, um ein erneutes Fiasko zu vermeiden.

Am heutigen Freitagabend findet die Jahreshauptversammlung des TuS Xanten statt. Und das bereits zum zweiten Mal. Denn die erste Versammlung im März musste abgebrochen werden, weil der Andrang im Vereinsheim am Fürstenberg schlicht zu groß war (wir berichteten). Platzprobleme werde es nun aber nicht geben, versichert der TuS-Vorsitzende Heinrich Gundlach. Die JHV findet diesmal nämlich in der Mensa des Gymnasiums statt. Alles, was im März bis zum Abbruch bereits beschlossen und entschieden wurde, sei allerdings hinfällig. „Wir fangen bei null an. Ein Neustart”, sagt Gundlach.

Ein Wort, dass repräsentativ für den ganzen Verein stehen könnte. Denn die Zeit Gundlachs als Vorsitzender des TuS neigt sich langsam, aber sicher dem Ende entgegen. Seit 39 Jahren leitet er die Geschicke des Klubs. „Ein Jahr würde ich noch dranhängen”, sagt er. Derweil sollen andere Mitglieder Schritt für Schritt an diesen Posten herangeführt werden. Denn ein harter Bruch funktioniere nur selten. Vielmehr soll es eine Verzahnung mit einem sauberen Übergang geben.

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Das ist auch im Interesse von Theo Neu. Er ist Teil eines 15- bis 20-köpfigen Arbeitskreises, der seit einigen Monaten versucht, die Strukturen für einen solchen Übergang zu schaffen. Zunächst habe man analysiert, was im Verein gut laufe und wo eventuell Verbesserungspotential liege. „Es wird immer schwieriger, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich in den Dienst eines Vereins stellen”, sagt Neu. Der Arbeitskreis habe innerhalb des Vereins nach geeigneten Mitgliedern gesucht, die sich vorstellen können, ein solches Amt zu übernehmen. „Wir haben da viele Gespräche geführt, wer welchen Posten übernehmen wollen würde. Diejenigen stellen sich bei der Versammlung vor. Dann heißt es abwarten, ob sie von den Mitgliedern auch gewählt werden”, sagt Neu.

Darüber, dass die Versammlung im März abgebrochen werden musste, sind alle Beteiligten traurig. „Da sind teilweise auch harte Worte gefallen“, sagte Gundlach. Für die Neuauflage haben aber alle angekündigt, eine sachliche Diskussion führen zu wollen. Es gehe nun um die beste Lösung für den Verein. „Da kommen aus allen Abteilungen die Vorstände und Mitglieder zusammen, die teilweise ihre eigenen Interessen haben und ihre Philosophie durchsetzen wollen“, sagt Neu. Daher habe man sich im Vorfeld zusammengesetzt und sich auf eine Schnittmenge geeinigt. „Wir wollen das Rad nicht neu erfinden. Aber in einigen Bereichen wie Digitalisierung und Verwaltung haben wir noch Luft nach oben.“