Lokalsport: Zwei "ordentliche Kabinen" für den SVO

Lokalsport: Zwei "ordentliche Kabinen" für den SVO

4000 ehrenamtliche Arbeitsstunden stecken im neuen Umkleidegebäude auf dem Orsoyer Platz.

Schick sieht's aus, das neue Umkleide- und Sanitärgebäude des SV Orsoy. Im Beisein von Bürgermeister Frank Tatzel wurde es seiner Bestimmung übergeben. "Gut Ding will Weile haben", zitierte er eine Redensart und spielte auf den Zeitraum zwischen dem ersten Antrag und der Fertigstellung an. Fast zehn Jahre lagen dazwischen. 2008 hatte der SVO den ersten formlosen Antrag auf Förderung gestellt. "Bis der Verein sein Vorhaben konkretisierte und die notwendigen Antragsunterlagen vorlagen, verging dann doch einige Zeit", sagte Tatzel.

Der Bürgermeister fügte noch einige wichtige Punkte zur Chronologie bei. So sei der Antrag 2012 im Sportausschuss beraten worden. Politik und Verwaltung haben das Vorhaben begrüßt, so dass 2015 die Zustimmung erteilt wurde. Fördermittel in Höhe von 110.000 Euro seien bewilligt worden. Das war der Startschuss für "Bobs, die Baumeister" - eine zehnköpfige ehrenamtliche Truppe des SV Orsoy um Bauleiter Klaus Eidt. Er resümierte: "Vier Jahre haben wir an dem Rohbau gearbeitet." Wir, das sind Wolfgang Eidt, die Brüder Hermann und Rainer Karl, Achim Spandick, Fritz Gewehr, Mirco Fertikowsky, Frank Borchert, Helmut Schwenner, Michael Saunus sowie Maik Nürenberg. "Mein Vater war Polier und sagte uns, wie wir was machen sollten."

Die Truppe traf sich zeitweise täglich nach der Arbeit auf dem Platz, meinte Eidt junior. 25 Prozent der Kosten habe der Verein selber gestemmt. Insgesamt lag die Summe bei um die 145.000 Euro, wie Tatzel in seiner Rede unterstrich.

Die Bautruppe des SVO kam in den letzten vier Jahren auf über 4000 Arbeitsstunden. 4000 Stunden, in denen Eisen eingezogen, Abflüsse gelegt, die Bodenplatte gegossen und viele andere Handwerkerarbeiten getätigt wurden. Das 100 Quadratmeter große Gebäude verfügt über eine Herren- und Damentoilette, die behindertengerecht sind, sowie zwei Umkleidekabinen mit Duschkomplex. "Wir sind echt froh, dass wir's geschafft haben. Vor allem für unseren Nachwuchs ist es wichtig, ordentliche Kabinen zu haben", so Klaus Eidt. Das ehrenamtliche Engagement habe sich vor allem für die rund 100 Kinder und Jugendlichen im Alter von fünf bis 16 Jahren gelohnt. Das sind immerhin etwa 25 Prozent der Mitglieder des Vereins.

Natürlich gab's nach dem offiziellen Teil auch ein Fußballspiel. Die Alten Herren traten gegen eine Auswahl der Tennis-Abteilung an und gewannen mit 5:1. Frank Tatzel stand als Schiedsrichter auf dem Feld und musste hier und da mal eingreifen.

(sass)