Radsport : Zum Tour-Start nach Rheinberg

Nicht nur in Frankreich, sondern auch am Niederrhein wird kräftig in die Pedalen getreten. In Rheinberg startet am Mittwoch der Sparkassen-Giro. Zum letzten Mal ist der Schweizer Bruno Risi dabei. Der befindet sich auf Abschiedstournee. Erstmals gibt's ein Familienrennen um den RP-Cup.

Saint-Fargeau heißt die Kleinstadt in Frankreich, in der am frühen Abend des 15. Juli die elfte Etappe der Tour de France endet. Etwa 580 Kilometer nordöstlich wird einige Stunden später der Sieger der ersten Etappe der Niederrhein-Tour feststehen.

Am kommenden Mittwoch startet ab 19 Uhr in Rheinberg mit dem Profi-Zeitfahren der von der Rheinischen Post als Medienpartner unterstützte Sparkassen-Giro 2009 mit einem hochkarätigen Teilnehmerfeld, das sich durchaus wieder sehen lassen kann.

So sind abermals Olympia-Sieger, Welt- und Europameister am Start. Allen voran der Schweizer Bruno Risi, der im kommenden Winter seine grandiose Karriere beenden möchte. Der 40-Jährige will bei der "3. Nacht von Rheinberg" nochmals richtig Gas geben, wie Organisator Michael Zurhausen gestern versprach.

Der "Fliegende Holländer"

Während sich der "Alpentornado" also auf Abschiedstournee befindet, kommt nach Meinung vieler Fachleute mit Leif Lampater der kommende Star des Sechs-Tage-Rennzirkus erstmals nach Rheinberg. Und der befindet sich derzeit in bestechender Form. In den vergangenen drei Wochen gewann der 26-jährige Deutsche alle acht Rennen, bei denen er in die Pedalen trat.

Zum Fahrerfeld des Sparkassen-Giro, der sich aus den Etappen in Emmerich (16. Juli), Geldern (17. Juli) sowie der "2. Nacht der Revanche" in Lembeck (18. Juli) zusammensetzt, zählen zudem unter anderem Alexander Aeschbach, Robert Sydlick, Andreas Beikirch oder auch Danny Stam aus den Niederlanden. Zurhausen rechnet damit, dass einige Radsport-Fans aus dem Grenzgebiet nach Rheinberg kommen, um sich den "Fliegenden Holländer" aus der Nähe anzuschauen.

Der liebt die kleinen Rundstrecken und hat immerhin 14 Sechs-Tage-Rennen sowie auf der Bahn den Europameister-Titel gewonnen. Im RP-Trikot tritt wegen einer Viruserkrankung nicht wie angekündigt Christoph von Kleinsorgen an, sondern der Bremer Vladi Riha. Der hatte 2008 alle Zeitfahren der Niederrhein-Tour für sich entscheiden können. Erstmals ist ein U23-NRW-Team dabei.

Regelmäßige Doping-Kontrollen

Gedopte Fahrer beim Sparkassen-Giro wird's nicht geben, versicherte Zurhausen. Denn auch sie, die weit weniger verdienen als die Teilnehmer der Tour de France, werden regelmäßig kontrolliert. Ein Bruno Risi etwa habe 2009 bereits 13. Mal unangekündigten Besuch bekommen. So sei es durchaus möglich, dass die Kontrolleure der Anti-Doping-Agentur auch in Rheinberg auftauchen. Damit beschäftigen sich Risi und die anderen aber nicht. Sei seien sauber und werden in Rheinberg abermals einen bleibenden Eindruck hinterlassen", sagte Zurhausen.

(RP)