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Radsport: Xantener gehören zu den "Ötztaler"-Helden

Radsport : Xantener gehören zu den "Ötztaler"-Helden

Der Radmarathon über vier Alpenpässe hatte es mit Regengüssen und Temperaturabfällen in sich.

Im Zielbereich der Freizeitarena der österreichischen Gemeinde Sölden wurden auch die fünf Hobbysportler aus Xanten von rund 2000 Zuschauern gefeiert. Der Applaus drückte Respekt wie Anerkennung für die Leistungen aus, die sie beim Ötztaler Radmarathon erbracht hatten. 238 Kilometer und 5500 Höhenmeter lagen hinter ihnen. 4100 Starter aus 30 Nationen, darunter der Tour de France-Sieger von 1997, Jan Ulrich, hatten sich am Morgen von Sölden aus auf ihren Rennrädern auf den beschwerlichen Weg über vier Pässe gemacht, rund 3700 kamen letztlich an.

Auch die Radsportler vom unteren Niederrhein hatten mit den extremen Wetterbedingungen zu kämpfen. So schlug Martin Janßen, Andreas Brauer, Selo Jasper (alle TuS Xanten), Kay Hinskes (Sturm Uedem) und Jörg Powala ab dem Jaufenpass immer wieder peitschender Regen ins Gesicht. "In Südtirol gab's einen Temperaturabsturz von 20 Grad. Auf dem Timmelsjoch waren's nur vier Grad", sagte Janßen, für den nach 11:03 Stunden die schwere Prüfung endete. Powala war 11:08 Stunden, Brauer 11:22 Stunden, Jasper 11:49 Stunden und Hinskes 12:25 Stunden unterwegs. Ihr erstes großes Ziel, zu den Finishern zu gehören, haben also alle Domstädter erreicht. "Die letzten 50 Kilometer haben allerdings wegen des starken Regens und Sturms nicht mehr viel Spaß gemacht. Da ging es nur noch darum, heil runterzukommen", weiß Jasper.

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Dass der Ötztal-Radmarathon nicht ungefährlich ist, bekamen zwei Teilnehmer bei der Abfahrt durch ein freies Weidegebiet von Kühtai nach Kematen zu spüren. Sie kollidierten mit einem Pferd. "Auch Kühe wurden auf der Strecke gesichtet", so Jasper, der dennoch rund 40 Minuten schneller war als im Vorjahr. Es gab ohnehin zahlreiche Stürze, da den Radsportlern auf regennassen Straßen die Reifen wegrutschten. So wurden die Teilnehmer, die das Ziel erreichten, zurecht von den Zuschauern gefeiert. Jan Ulrich hatte schon im Vorfeld gesagt, dass für ihn nicht die Spitzenfahrer, sondern Hobbysportler wie die fünf Xantener die wahren Helden des "Ötztalers" sind.

(RP)