Handball : Werner Uhrlau stirbt 62-jährig

Die Handball-Familie des TuS Xanten trauert um ihren Abteilungsleiter. Werner Uhrlau, dessen Begeisterung für diesen Sport ansteckend war, verlor sein letztes großes Spiel. Der Marienbaumer wurde nur 62 Jahre alt.

Der Ehemann, Vater und zweifache Opa hinterlässt eine riesige Lücke, die nur schwer zu füllen sein wird. Unter Uhrlau, für den die Halle an der Bahnhofstraße das zweite Wohnzimmer war, entwickelte sich die Abteilung zu einem täglichen Anlaufpunkt für Kinder, Jugendliche wie Erwachsene.

Über 230 Mitglieder werden einen Menschen vermissen, der sich mit Herzblut sowie Engagement für die Xantener Handballer einsetzte und kämpfte — für bessere Trainingsbedingungen oder mehr Hallenstunden. Er scheute keinen Konflikt. Wenn es um das Wohl "seiner Mitglieder" ging, bewies er Ausdauer. Uhrlau war hartnäckig und trat seinem Gegenüber auch schon mal vors Schienbein. "Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren", war sein Lebensmotto.

Er war ein Mann mit Ecken und Kanten. Aber auch jemand, der fair spielte, nie sich selber in den Vordergrund stellte und stets da war, wenn jemand Hilfe benötigte. Vor allem die Jugendarbeit lag ihm, dem Trainer und Funktionär, am Herzen. Eine heimtückische Krankheit riss Werner Uhrlau nun aus dem Leben. Die TuS-Handballer haben einen väterlichen Freund verloren. RENE PUTJUS

(RP)