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Fußball: Weist: "Von eins bis 24 - alles Topjungs!"

Fußball : Weist: "Von eins bis 24 - alles Topjungs!"

Fußball-Kreisliga A: Die Mannschaft des SV Millingen hat sich schneller wieder nach oben entwickelt, als es ihr die meisten Beobachter zugetraut haben. Selbst Trainer Torsten Weist ist positiv überrascht von der aktuellen Situation.

Als der SV Millingen im Sommer des vergangenen Jahres die Fußball-Kreisliga A verlassen musste, da traute sich der damalige Absteiger kaum auf sein ärmliches Punktekonto zu blicken. Lediglich 14 Zähler hatten sich dorthin verirrt und dem früheren Bezirksligisten somit nur den letzten Rang beschert. Blickt der SVM heute auf die Tabelle, dann leuchten wieder die Augen: Elf Spieltage sind gerade einmal absolviert, und der Rückkehrer in die A-Liga hat am Wochenende mit dem 3:1-Auswärtssieg beim VfB Homberg II bereits seine Punkte 13 bis 15 eingesammelt.

Selbst den Trainer hat die Entwicklung seiner Mannschaft überrascht. Als Torsten Weist in den Wochen nach dem Abstieg das sportliche Kommando in Millingen übernahm, setzte er die Meßlatte tief an. Ein einstelliger Tabellenplatz sollte es sein. Der zweite Rang, der es nach dem Jahr in der B-Liga wurde, ist zwar auch einstellig, gemeint war er allerdings wohl eher nicht. "Aber in diesem Jahr ist die Mannschaft gereift", hat Weist einen Grund für seinen Irrtum ausgemacht. Dies, weil Führungsspieler ihrer Verantwortung nachgekommen seien. "Und die Mannschaft mitgerissen haben", ergänzt der Trainer schnell. Als Ergebnis gab's den Aufstieg und die Erkenntnis, dass Fußball in Millingen wieder richtig viel Spaß machen kann.

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"Wir haben inzwischen eine Kameradschaft im Team, die Berge versetzen kann", sagt Weist. "Von eins bis 24 sind das alles Topjungs mit Supercharakter, mit denen es riesigen Spaß macht zusammen zu arbeiten", legt er noch nach.

Freilich: Nur mit Spaß an der Freud' ist in der A-Liga aber selten ein Blumentopf zu gewinnen. In der höchsten Spielklasse des Kreises sind auch Fleiß und Arbeit angesagt. "Wir wissen, dass wir in jedem Spiel 110 Prozent geben müssen", sagt Weist. "Und das macht die Mannschaft auch!" Meistens jedenfalls, denn Lehrgeld muss das Team zwischendurch immer noch zahlen. Vier Niederlagen stehen bislang zu Buche, drei davon fielen auch ziemlich deftig aus. Ein 0:5 bei Mitaufsteiger Alpen gab es zum Saisonauftakt, später folgten ein 1:6 gegen den MSV Moers und vor knapp zwei Wochen noch ein 0:4 daheim gegen den SV Orsoy. "Aber wir sind inzwischen stark genug, um mit jeder anderen Mannschaft der Liga mithalten zu können", behauptet Weist, der ein unglückliches 0:1 in Meerfeld und selbst gegen Orsoy und den MSV gute Ansätze und zumindest Halbzeiten auf hohem Niveau sah. "In dieser Liga kann fast jeder jeden schlagen", so der Trainer, der dies auch als Warnung verstanden wissen will. "Mit 15 Punkten ist man so weit auch nicht vom Tabellenende entfernt. Wir müssen also zusehen, dass wir schleunigst unsere Punkte sammeln um in der Klasse zu bestehen", weicht er noch längst nicht vom Ziel des Ligaerhalts ab.

Was auffällt: Gegen jene Teams, die sich hinter dem Ligazehnten aus Millingen in der Tabelle tummeln, hat die Weist-Auswahl kräftig gepunktet. Gegen Kamp, Homberg II, den FC Rumeln und besonders eindrucksvoll gegen den Rumelner TV, der mit 8:1 nach Hause geschickt wurde, gab es Siege. In Rheurdt-Schaephuysen und Lüttingen erreichte der SVM jeweils Unentschieden, die den Konkurrenten mehr schadeten als den Blau-Weißen. So kamen 21 Saisontreffer zustande, von denen mehr als die Hälfte auf das Konto von Henning Rohrbach gehen. Der Millinger, der - so sein Trainer - "eigentlich immer richtig steht", war bislang elf Mal erfolgreich und belegt damit hinter dem Orsoyer Erkan Ayna den zweiten Rang in der Torjägerliste der A-Liga.

(dk)