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Lokalsport: Von wegen Sommerfußball - SVM siegt 3:1

Lokalsport : Von wegen Sommerfußball - SVM siegt 3:1

Fußball-Kreisliga A: Millingens Mannschaft setzt ihre Erfolgsserie auch im Derby beim SV Büderich fort. Das Formbarometer der Gastgeber zeigt dagegen nach unten. Trainer Tebbe moniert die Fehler, die zu Gegentoren führen.

Manchmal scheinen Worte nutzvoller zu sein als jegliches Training. Markus Hierling, seines Zeichens für das Team des in den vergangenen Wochen so erfolgreichen SV Millingen verantwortlich, verblüffte seine Kicker während der Woche mit einer simplen Frage. Ob die Mannschaft, so wollte der Coach wissen, sich denn nun, wo der Klassenerhalt so gut wie sicher sei, gemütlich zurücklehnen und bis zum Saisonende lieber Sommerfußball spielen wolle? Er, so erklärte er seinen Akteuren, würde es doch bevorzugen, weiterhin um jeden Punkt zu kämpfen und somit in der Tabelle noch einige Plätze gut zu machen. Irgendwie müssen sich Millingens Spieler dies zu Herzen genommen haben. Im Nordderby des Fußballkreises beim SV Büderich feierten die Blau-Weißen einen 3:1 (3:0)-Sieg. Der Lohn: Millingen, lange Monate ein heißer Abstiegsanwärter, setzt seinen Höhenflug fort und ist inzwischen auf den siebten Tabellenrang vorgerückt.

Die Kurve des SV Büderich zeigt dagegen nach unten. Durch das 1:3 auf heimischen Platz, der in der Hinrunde noch einer kaum zu stürmenden Festung glich, ist der Aufsteiger plötzlich wieder im Rennen um den Relegationsplatz. "Wir haben in den vergangenen drei Spielen acht Gegentreffer kassiert", sprach Trainer Stefan Tebbe das momentane Dilemma seines Teams an. "Und alle acht waren vermeidbar", erklärte er. Inklusive der gestrigen gegen den SVM. "Eigentlich könnten die Gegner ja auch mal daneben schießen, aber im Moment bekommen wir für jeden unserer Fehler auch prompt die Quittung", sprach Tebbe von unnötigen Toren, die bis zur Pause für die Vorentscheidung der Partie gesorgt hätten. Dazu, setzte Tebbe nach, sei der SVM auch überaus effektiv gewesen. "Drei Schüsse, drei Tore, mehr war da in der ersten Hälfte von Seiten der Gegner kaum gewesen."

Derlei Einschätzung mochte Hierling nur ein großes Fragezeichen hinsichtlich der Sichtweise seines Kollegen entgegen setzen. "Nein, nein, wir hätten bis zur Pause durchaus 5:0 oder gar 6:0 führen können", widersprach Millingens Trainer mit Hinweis auf weitere Chancen seines Teams. Unstrittig sind die Tore von Henning Rohrbach, der nach einem Eckball in der neunten Minute zum Schuss gelangte. Sven Hilgert erhöhte nach 36 Minuten mit einem Treffer aus der Distanz; das 3:0 entsprang einer Kooperation des Millinger Sturmtrios, nach der sich dann auch Tom Vennhoff in die Torschützenliste eintragen durfte.

Nach dem Seitenwechsel meldeten sich die Gastgeber endlich zu Wort. Büderichs Angreifer erspielten sich dabei aber nur wenige Möglichkeiten, so dass allein das 1:3 durch Daniel van Husen am Ende zu Buche stand. Der Angreifer erzielte in der 70. Minute seinen elften Saisontreffer. Dabei blieb es, denn, so Millingens Trainer, "auch unser Spiel war dann zu zerfahren, um offensiv noch einmal nachzulegen." "Die Mannschaft hat auf jeden Fall so geantwortet, wie ich es mit meiner Frage im Training erhofft hatte. Sie hat wieder ihre Tore gemacht und in der Abwehr sehr stabil gestanden. So soll es weitergehen!"

SV Büderich: Mosters, D. van Husen, Friedhoff, Busch, Moroder-Bendyk, Tebbe, Kanning (59. Frings), Höppner (46. Masur), Satzinger (43. Ploch), Peglow, M. van Husen.

SV Millingen: Noreiks, Dufhaus, Pfingst, Franke (68. Schneider), Lau, Lasek, Nadarevic (46. Eickers), Pullich, Rohrbach (56. Schmengler), Hilgert, Vennhoff.

(RP)