Die Viktoria gönnt Veen vor Derby den Aufstieg : Alpen verteilt keine Geschenke

Fußball-Kreisliga A: Die Viktoria-Spieler sind heiß aufs Derby gegen die um den Aufstieg kämpfende Veener Borussia. Schlusslicht Budberg II greift am Sonntag beim FC Neukirchen-Vluyn nach dem letzten Strohhalm.

Das Wort vom Triple macht in Veen die Runde. Die Frauen-Mannschaft der Borussia hat ihr Ziel bereits erreicht und wird in der nächsten Saison in der Bezirksliga antreten. Die zweite Männer-Vertretung führt die Aufstiegsrunde in der C-Liga an, das könnte den nächsten Aufstieg bringen. Und auch das „Krähen“-Team aus der Kreisliga A mag da nicht hintenan stehen.

Sechs Punkte Vorsprung vor dem ersten Verfolger nimmt die Mannschaft um Trainer Christian Hauk mit in die noch ausstehenden fünf Spieltage der Saison, in die sich die Auswahl – das haben viele vermutlich schon vergessen – vor Jahresfrist erst über die Relegation hinein gezittert hat. Der Sonntag wird zeigen, ob sich der Club aus dem Krähendorf auf eine Riesenparty zum Saison-Ende freuen darf.

Ausgerechnet beim Nachbarn „um die Ecke“ könnte dafür eine Vorentscheidung fallen. Die „Zweite“ tritt zur Mittagszeit bei Viktoria Alpen, ihrem ärgsten Verfolger, an. Danach ist die A-Liga dran: Um 15 Uhr ist Derby-Zeit mit Borussia Veen als Gast, das beide Trainer erst einmal mit Komplimenten für den Gegner beginnen. „Die Viktoria hat eine wesentlich bessere Mannschaft als es ihr Tabellenplatz aussagt“, spricht Coach Christian Hauk den achten Rang der Alpener an. „Und ein Sieg gegen uns könnte ihnen die Saison retten“, vermutet er.

„Wenn die Borussia aufsteigen sollte“, antwortet sein Kollege Jörg Schütz, „wäre das völlig in Ordnung, denn die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt. Und für die Gemeinde Alpen wäre es doch schön, wenn sie wieder einen Bezirksligisten hätte.“ Na, wenn seine Spieler da mal nicht anderer Meinung sind.. „Ja“, sagt Schütz, „die Jungs hängen das Spiel schon sehr hoch.“ Auch er sieht’s in erster Linie sportlich. „Wir treten nicht an, um der Borussia Geschenke zu präsentieren.“

Zumal der Blick auf die Tabelle auch für den Achten noch Perspektiven aufweist. „Der fünfte Platz ist für uns theoretisch noch möglich, also werden wir dafür auch alles tun“, verspricht Alpens Trainer, der hofft, seine beste Formation ins Spiel schicken zu können. Auf Seiten der Gäste wird der verletzte Lukas Höptner fehlen; für ihn dürfte die Saison bereits beendet sein. Möglich auch, dass Keeper Marcel Grewe aufgrund seiner Kapselverletzung am Fuß wieder von Jos Hennemann vertreten wird.

Der SV Sonsbeck II, seit einer Woche für die Bezirksliga qualifiziert, setzt seine Abschiedstour aus mit dem Spiel bei Concordia Ossenberg fort. Veens Verfolger, die SpVgg Rheurdt-Schaephuysen, muss beim immer noch in den Abstiegskampf verstrickten ESV Hohenbudberg antreten. Weder auf- noch absteigen können der SSV Lüttingen und der VfL Rheinhausen – unterhaltsam kann es aber allemal werden, denn in den Spielen der Gäste fielen bisher 170 Treffer, im Durchschnitt also fast sechs pro Begegnung.

Ein einziges Tor würde den SV Budberg II schon glücklich stimmen, wenn es denn auf der richtigen Seite fallen sollte. Der Tabellenletzte greift im Spiel beim FC Neukirchen-Vluyn nach dem letzten Strohhalm. „Das wird Abstiegskampf pur“, vermutet Trainer Ulf Deutz vor dem Gastspiel beim derzeit auf dem Relegationsplatz rangierenden Fusionsclub. Sechs Punkte hinken die Budberger hinter dem Kontrahenten zurück. Und wenn sie dessen Platz bis zum Saisonende noch übernehmen wollen, dann sollten sie wissen, was am Sonntag zu tun ist. „Wenn wir Platz 16 noch erreichen und uns die Chance auf den Klassenerhalt erhalten wollen, dann müssen wir gewinnen“, erklärt es Deutz noch einmal.

Zwischen beiden Mannschaften findet sich der SV Büderich wieder, der angesichts seiner miesen Tordifferenz aber selbst bei einem Sieg gegen den MSV Moers nicht an den Neukirchen-Vluynern vorbeiziehen kann – bei einer weiteren Niederlage aber auf den letzten Rang zurückfallen könnte. Trainer Stefan Tebbe muss wieder mit personellen Einschränkungen leben, da ist die Rückkehr von Daniel van Husen schon ein Lichtblick.

Der SV Orsoy hat sich mit dem 2:0-Erfolg über den SV Millingen in der Vorwoche etwas Luft im Ligakeller verschafft. Kräftig durchatmen können die Grün-Weißen aber erst nach einem Sieg beim TV Asberg. Der ebenfalls gefährdete FC Rumeln-Kaldenhausen empfängt den SV Scherpenberg II. Den Schlusspunkt des Tages setzt der SV Millingen, dessen Heimspiel gegen den Rumelner TV erst um 17 Uhr angepfiffen wird.

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